Posts Tagged ‘St Pauli’

Empire hebt ab!

Dienstag, Februar 9th, 2010

Psychokinetisches Experiment schickt Immobilienwirtschaft ins Weltall

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Hamburg-St.Pauli, 9.2.2010: Die Teilnehmer des Immobilien Symposium Hamburg wurden heute Zeugen der größten psychokinetischen Immobilienbehandlung seit 1967. Um genau 11.50 Uhr lauschte ein exklusiver Zirkel aus Immobilienfonds-Managern, Bankern und Stadtentwicklern (Eintrittspreis 1185.- €) den warmen Worten des Hamburgischen Oberbaudirektors Jörn Walter, als folgende Nachricht durch die Lausprecher der Kongressanlage kam:

“Achtung, Achtung! Wir möchten eine Warnung aussprechen. Die GUL-Materialsekte wird dieses Gebäude in wenigen Momenten einer psychokinetischen Behandlung unterziehen. Die Mitglieder der Sekte haben das Gebäude bereits umstellt.  Sie sind natürlich eingeladen, sich dem Experiment anzuschließen. Bitte werfen Sie einen Blick aus dem Fenster.”

Das taten sie dann auch und sahen dies und dies hier.

Unter den ohrenbetäubenden Klängen des Schwabinggrad Balletts vollzogen die etwa 100 Psychokinetiker ein jahrtausendealtes Karma-Reinigungs-Ritual, um den unbeliebten, unschönen und überteuerten Riverside-Empire-Hotelkomplex mitsamt seinen Insassen in den Weltraum zu schicken. Und tatsächlich: Das Gebäude löste sich aus seinen Fundamenten und schwebte sekundenlang über der Erde. Ein gelungenes Experiment, das beweist: Einwohnerinnen und Einwohner dieser Stadt können ihre schlechten Gefühle gegenüber Gentrifizierung und Immobilienspekulation erfolgreich in psychokinetische Power verwandeln. Weiter so.

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Vorabinformationen zur Informationsveranstaltung

Donnerstag, September 24th, 2009

Anlässlich der geplanten “Informationsveranstaltung” am heutigen Donnerstag den 24. September 2009 lässt die Presse in vorauseilendem Gehorsam Herrn Schreiber zu Wort kommen. Die taz-hamburg bleibt dabei ihrer Linie treu: die neue urbane Bewegung sorgt in der Stadt und weit darüber hinaus für Schlagzeilen, doch LeserInnen der ehemals alternativen Tageszeitung erfahren davon nichts. “Mit Gentrifizierern über Gentrifizierung reden” – so ließe sich die Haltung der Redaktion zusammenfassen. Neulich lud man zum Gespräch ins Gentrifizierungsprojekt “Haus III&70″ und versuchte vergeblich in letzter Minute kritische Stimmen aufs Podium zu hiefen. Die hatten sich im Vorfeld vernetzt – und sagten der tendenziösen Veranstaltung ab. Nun, 3 Tage vor der Bundestagswahl, bekommt SPD-Mann Markus Schreiber viel Platz eingeräumt, um seine Sicht der Dinge im Interview auszubreiten. Der ehemalige Schuldirektor verteilt Noten an Gängeviertel und NoBNQ, an Künstler und Hafenstraße, an pensionierte Wassereimerwerfer und an das Gentrifizierungsprojekt “Veringhöfe” in Wilhelmsburg. Einen Eintrag ins Klassenbuch gibt’s für die – eigentlich ja guten – Künstler, die da nicht hinwollen. Ganz unverblümt beschreibt der Bezirksamtsleiter, dass das von Soziokulturtanten (STADTKULTUR HAMBURG e.V.) zusammen mit Stattbau und der IBA erdachte Projekt “KünstlerCommunity Elbinsel” das Ziel hat, Wilhelmsburg zu gentrifizieren – jedoch (!), ohne “die jetzige Bevölkerung zu verdrängen”. Das, weiß Schreiber, läßt sich mit Hundekacke und Currywurst.

zum taz Artikel

zu unserer Presseerklärung vom 21.9.2009

Auch Entenhausen gegen BNQ

Mittwoch, September 23rd, 2009

Noch ein Fundstück aus dem großen Netz:

streetart

Soli-Konzert am 6.8. 20 Uhr im Molotow

Mittwoch, Juli 15th, 2009
6. August 2009
20:00bis23:59

Die Gentrifizierung ist beliebt wie eine ansteckende Krankheit und wird von Anwohnern, Anliegern und Angebern – wie z. B. Rockbands gleichermaßen gehasst. Dass sie nun auch die Bernhard Nocht Strasse bedroht nehmen 3 Bands nicht nur nicht einfach so hin, sondern auch zum Anlass für ein Soli – Konzert.

Am 6.8. im MOLOTOW mit Rock´N´Roll Hotel, High Quality Girls, Fröbe.
Wer hingeht ist voll solidarisch und wer nicht ist ein fieser Spalter! Und voll oberflächlich!

NO BNQ Soli-Konzert mit
Rock’n'Roll Hotel + High Quality Girls + Fröbe
plus: Antigentrifizierungsvideos aus St. Pauli’s Subkulturen der letzten 2 Jahrzehnte.

Wow! Eintritt und 50 Cent von jedem Getränk gehen an NoBNQ!

Donnerstag, 6. August
im Molotow (Spielbudenplatz 5)
Einlass: 20 Uhr
Eintritt: 7€ (als Spende)

Links:
www.myspace.com/rnrhotel
www.myspace.com/highqualitygirls
www.wirsindfroebe.de

NO BNQ Soli-Konzert 06.08.2009 im Molotow

NO BNQ Soli-Konzert 06.08.2009 im Molotow

Zeitungsartikel zum “Quartier”

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Diese Seite ist umgezogen. Die neue Adresse ist:

http://www.no-bnq.org/category/presse/

Die Gegend um die Bernhard-Nocht-Straße ist ein Ort mit langer Geschichte und vielen Geschichten. Dieser südliche Teil St. Paulis ist unter anderem durch seine Nähe zur Elbe und zum Hafen, seine schönen alten Häuser und die faszinierende Mischung seiner Bewohner sehr beliebt. Hier leben alte Seeleute neben Angestellten, Gestrandeten, Selbständigen, Künstlern, Kneipenbetreibern, Einwanderer-Familien, Studenten, Kindern und Rentnern.

Die nun betroffenen Häuser aus dem 19. Jahrhundert stellen ein Stück originales St. Pauli dar. Die kleinteilige Bebauungsstruktur und die für die Bauphasen typischen Architekturmerkmale prägen ein historisch wertvolles und erhaltenswertes Stadtbild. Diese vorhandene Struktur an Gebäuden und Bewohnern ist durch die neuen Bebauungspläne gefährdet. Der attraktive (Wohn-)Raum in St. Pauli Süd ist schon oft Thema in der Hamburger Presse gewesen. Wir haben einige Artikel hier verlinkt (vielen Dank an das St. Pauli Archiv e.V. !):

(Datum unbekannt) „Offener Brief an Senator Lange“ (von Hafenstraßen-/Bernhard-Nocht-Straßen-Bewohnern c/o GWA)

In einem offenen Brief an Senator Lange beschreiben Anwohner den miserablen Zustand vieler Wohnhäuser zwischen Hafenstraße und Bernhard-Nocht-Straße, der durch die systematische Vernachlässigung der Hausbesitzer verursacht worden ist. Das tatkräftige Engagement der Bewohner zur Erhaltung der Wohnungen wurde mit Polizeibesuch und Anzeigen „belohnt“.

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20.10.1992 „Ein lustvoller Stein des Anstoßes“ (Hamburger Morgenpost)

Anfang der 1990er wirbt die Stadt mit St.-Pauli, dem Stadtteil, der für 50% des Touristengeschäfts sorgt. Ex-Immobilienkönig Claus Becker möchte nicht tatenlos zusehen. Er erwirbt und saniert zahlreiche Gebäude, die ansonsten innerhalb weniger Jahre hätten abgerissen werden müssen. In einem der Häuser, der alten „Niebuhr“ Fabrik, eröffnet er sein Erotic-Art Museum.

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7.3.1996 „Alles sorgfältig geprüft“ (taz Hamburg)

Historisches Altbauhaus Bernhard-Nocht-Straße 1 soll abgerissen werden. Fünfstöckiges Beton-Neubauhaus mit hohen Mieten geplant. Politiker und Denkmalschutz können den Abriss nicht verhindern.

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30.10.2000 „Farewell, Harry Rosenberg!“ (Hamburg Morgenpost)
Harry Rosenberg, Gründer des kuriosen “Hafenbasar” musste 1996 wegen einer geplanten Erweiterung des Erotic-Art-Museums seine geliebten Räume in den ehemaligen Wein- und Schnapskellern der Firma Niebuhr aufgeben und umziehen. Für den damals 71 jährigen Harry war das alles zu viel Stress. Er verlor alle Lebenslust, wurde binnen kurzem zum Pflegefall und starb vier Jahre später.

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August 2001 „Bernhard-Nocht-Str. 10“ (Mieter helfen Mietern, Nr. 3)

Bericht über das Haus in der Bernhard-Nocht-Str. 10, dessen Besitzer eine „Luxusmodernisierung“ plant und hierzu zu unzulässigen Mitteln greift, mit dem Ziel, die Mieter loszuwerden: so wurde etwa die Gasversorgung abgestellt, und es wurden Mängel an der Bausubstanz festgestellt mit der angeblichen Konsequenz, dass „Gefahr für Leib und Leben“ bestünde.

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16.9.2003 „Neu und günstig: Hardrock-Hotel mit Bar auf dem Kiez“ (Hamburger Abendblatt)

Artikel über die Neueröffnung der Kogge – „Rock’n'Roll-Herberge“ auf dem Kiez.

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15.2.2005 „Kiez-Häuser zum Schleuderpreis“ (Hamburger Morgenpost)

Artikel über das vergangene Becker Imperium und die Häuser an der Bernhard-Nocht- und Erichstraße. Anlass ist der Startschuss für die zweite Runde der Zwangsversteigerung der Häuser, nachdem in der ersten Runde kein Käufer gefunden worden war. Statt der ursprünglich geforderten 3,5 Mio. Euro wurde der Mindestpreis nun fast halbiert auf 1,75 Mio. Euro.

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Becker-Immobilien zwangsversteigert (Die Welt)

Geschäftsmann übernimmt 15 Objekte auf St. Pauli – Abriß geplant Die Welt 19 März 2005

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19./20.3.2005 „Historische Häuser vor dem Abriß?“ (Hamburger Abendblatt)

Osmani kauft historisches Häuserensemble auf St. Pauli und kündigt den Abriss der Häuser an. Er will dort ein „Bernhard-Nocht-Quartier“ errichten. SPD Bezirksfraktion protestiert gegen den Abriss und kündigt heftigen Widerstand an. Fraktionschef Andy Grote will den historischen Gebäudebestand von St. Pauli erhalten.

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21.3.2005 „Kiez-Investor irritiert über Kritik“ (Hamburger Morgenpost)

Artikel über Gegenwind gegen Osmanis Abrisspläne von Seiten der SPD Fraktion.

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24./25.4.2005 „Denkmalschutz für Häuser auf St. Pauli?“ (Hamburger Abendblatt)

Artikel über das Gebot des albanischen Kaufmanns Burim O. für 15 historische Häuser an der Bernhard-Nocht-Straße. Es wird berichtet, dass die SPD im Bezirk Mitte sich für den Erhalt der Häuser einsetzen und darüber hinaus Denkmalschutz für das gesamte Ensemble beantragen will.

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11. Juni 2007 “Burim Osmani verkauft die Washington-Bar” (Hamburger Abendblatt)

Zitat:
Das Immobilien-Imperium der Osmanis bröckelt: Eine Firma von drei Hamburger Immobilienkaufleuten hat für 4,4 Millionen Euro ein Grundstückspaket zwischen Bernhard-Nocht- und Erichstraße auf St. Pauli übernommen.
(…)
“All das, was jetzt an Häusern steht, werden wir erhalten”, sagt Helmut Köhler, der mit Andreas von Bargen und Thorsten Röncke die Gesellschaft gründete.
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7.11.2007 „Empire Riverside Hotel: die ersten Gäste sind da“ (Altonaer Wochenblatt)

Bericht über die Eröffnung des Empire Riverside Hotels („Hotel der Extraklasse“) auf dem ehemaligen Gelände der Bavaria St. Pauli Brauerei.

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24.10.2008 „Wirbel um Osmanis Immobilien-Deals“ (Hamburger Morgenpost)

Josef Depenbrock und Hans Barlach kaufen Osmani Neubau-Appartmenthaus an der Bernhard-Nocht-Straße 1. Die MoPo Herausgeber wollen das Gebäude, dass auf einem einzigartigen Grundstück am Hafen steht, fertig stellen.

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11.07.2009 „From sin to ‘in’“ von Serge Debrebant (Financial Times)

Auch die internationalte Presse berichtet über die Geschehnisse auf St. Pauli.

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Das Leben nach dem Kampf
Von Jörn Lauterbach 11. Juli 2009, 04:00 Uhr (DIE WELT)

Die Zeitschrift “Die Welt” hat mal wieder schlecht recherchiert: in der Serie “Deutsche Orte” war neulich die Hafenstrasse dran. In dem Zusammenhang behauptet die Welt fälschlich, im BNQ sei ein Einkaufszentrum geplant – ein solches wünscht sich Welt-Autor Jörn Lauterbach vielleicht, geplant ist sowas nach unserem Kenntnisstand jedoch nicht. Und zu gewaltätigen Ausschreitungen ist es im Zusammenhang mit dem BNQ auch noch nicht gekommen. Der Artikel ist nicht lesenswert, der Vollständigkeit halber aber hier der Link:

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Auf St. Pauli kämpfen Anwohner gegen Sanierung ihrer Wohnungen
Von Olaf Dittmann 27. Juni 2009, 04:00 Uhr (DIE WELT)

Etwas weniger schlecht informiert hat sich ein anderer Welt Autor, Olaf Dittmann: der behauptet aber fälschlich, die AnwohnerInnen wehrten sich gegen Sanierungen. Das ist nicht der Fall: die Initiative NOBNQ richtet sich gegen mietpreistreibende Modernisierungen. Gegen Sanierung der Häuser – also die Durchführung überfälliger Reparaturen auf Rechnung des Vermieters – hat hier niemand was einzuwenden.

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20.7.2009 „Zoff um Neubau im Hinterhof“ von Thomas Hirschbiegel, Marius Röer (Hamburger Morgenpost)

Außer ein paar Zahlen nicht viel Neues enthält dieser Artikel:

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30.07.2009 „St. Pauli: Neubauprojekt erzürnt Anwohner“ (NDR online)

Auch das Radio berichtet: Zwischen Hafenrand und Reeperbahn wird derzeit wieder protestiert: Immobilienspekulanten wollen “die letzte Omi aus ihrer billigen Wohnung ekeln”, hieß es bei einer Kundgebung von Anwohnern am Donnerstag.

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30.07.2009 „Protest gegen Verdrängung auf St. Pauli“ (Die Welt)

Die Welt hat einen Newsticker online und unsere heutige Pressekonferenz dort aufgenommen:

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30.07.2009 „St. Pauli: Charme des Viertels gefährdet? Anwohner-Protest gegen Bernhard-Nocht-Quartier“ (Hamburger Abendblatt)

Viele Anwohner befürchten durch den Bau des Bernhard-Nocht-Quartiers die Vernichtung preiswerten Wohnraums.

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30.07.2009 „Mieterproteste“ (Radio NDR 90,3)

Gegen ein Neubauprojekt auf St. Pauli hat sich heute der Widerstand der Anwohner formiert. Der Protest einer Bürgerinitiative richtet sich gegen die Bebauung und den Abriss von Häusern im sog. Bernhard-Nocht-Quartier. Ein Investor will zwischen der Bernhard-Nocht-Straße und der Erichstraße insgesamt 86 Eigentumswohnungen bauen und drei Häuser abreißen. Einzelheiten von Joachim Weretka in diesem Beitrag:

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30.07.2009 „Hamburg Journal: Streit um Luxussanierung“ (NDR Fernsehen)

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30.07.2009 „Protest gegen Verdrängung auf St. Pauli“ (Lübecker Nachrichten)

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31.07.2009 „Die Aufwertungs-Bremser“ (taz)

ST. PAULI SÜD Anwohnerinitiative gegen geplante Modernisierung und Luxusquartier gegründet

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31.07.2009 „Protest gegen Investoren“ von Sandra Schäfer (Hamburger Morgenpost Seite 9)

Die MOPO berichtet über die Verhältnisse in den betroffenen Häusern und druckt Kommentare einiger lokaler Politiker.

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31.07.2009 „Anwohner kämpfen gegen Bernhard Nocht Quartier“ (Hamburger Abendblatt)

Die Altbauten an der Bernhard-Nocht-Straße und der Erichstraße sollen teilweise saniert, modernisiert – und auch abgerissen werden.

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05.08.2009 „Protest gegen neues Quartier“ (Altonaer Wochenblatt)

Hotel Kogge hat schon eine Mieterhöhung um über 100% bekommen und nun droht auch die Kündigung. Solidaritätsaktionen im Molotow und Pudel noch im August.

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03.09.2009 „Leute raus, Mieten hoch, bumm“ von Niels Boeing (Der Freitag)

In Hamburg zieht eine soziale Unruhe herauf, wie es sie seit den Kämpfen um die Rote Flora nicht mehr gab. Stein des Anstoßes ist eine neue Phase der Gentrifizierung.

[mehr]

04.09.2009 „Schick gegen Charme – der Kampf um den Kiez“ (Hamburger Abendblatt)

Mieten sind bereits so hoch wie in Eppendorf: St. Paulianer fürchten um einzigartigen Charakter des Viertels und formieren sich zum Widerstand.

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07.09.2009 „RADIOFEUILLETON: Kiez gegen Knete“ von Axel Schröder (Deutschlandradio Kultur)

Die Anwohnerinnen und Anwohner rund um die Hamburger Bernhard-Nocht-Straße haben mit einem Straßenfest gegen die geplante Luxussanierung ihres Kiezes protestiert.
Audiobeitrag über die BEZIRKSVERSAMMLUNG (mp3)

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07.09.2009 „Nach den Künstlern kommen die Investoren“ (Deutschlandradio Kultur)

Interview mit Andrej Holm, Soziologe an der Universität Frankfurt Main (mp3) zum Zusammenhang.

Textversion zum Nachlesen

09.09.2009 „Feiern gegen Neubauten“ (Wochenblatt)

Ein guter Artikel über das Straßenfest.

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[mehr] (~0,5 MB)

„Llueve caviar / Es regnet Kaviar“ (ojal)

In der spanischsprachigen hamburger Internetzeitschrift ist ein Artikel über die Initiative NO BNQ auf spanisch erschienen.

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August/September 2009 „Kräftiger Gegenwind“ von Niels Boeing (hamburg:pur Sonderheft S. 10)

Eine neue Phase der “Gentrification” macht Hamburg zu schaffen und entfacht breiten Widerstand.

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23.9.2009 „Investor unter Druck“ von Sandra Schäfer (mopo)

Nicht nur im Gängeviertel brodelt es, sondern auch auf St. Pauli. Auch mit den Plänen des Investors für das Bernhard-Nocht-Quartier (Bernhard-Nocht-Straße, Erichstraße) sind Politiker und Anwohner nicht zufrieden.

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24.09.2009 „Beton fließt ins Herz der Stadt“ von Ulrich Stock (DIE ZEIT)

In Hamburg regiert das Geld. Was tun Bürger, die keins haben? Sie rebellieren.

die Zeit Beton fließt ins Herz der Stadt


24.09.2009 „Fast alle können dort bleiben“ (taz Hamburg)

Die taz-hamburg bleibt ihrer Linie treu: die neue urbane Bewegung sorgt in der Stadt und weit darüber hinaus für Schlagzeilen, doch LeserInnen der ehemals alternativen Tageszeitung erfahren davon nichts. “Mit Gentrifizierern über Gentrifizierung reden” – so ließe sich die Haltung der Redaktion zusammenfassen. Neulich lud man zum Gespräch ins Gentrifizierungsprojekt “Haus III&70″ und versuchte vergeblich in letzter Minute kritische Stimmen aufs Podium zu hiefen. Die hatten sich im Vorfeld vernetzt – und sagten der tendenziösen Veranstaltung ab. Nun, 3 Tage vor der Bundestagswahl, bekommt SPD-Mann Markus Schreiber viel Platz eingeräumt, um seine Sicht der Dinge im Interview auszubreiten. Der ehemalige Schuldirektor verteilt Noten an Gängeviertel und NoBNQ, an Künstler und Hafenstraße, an pensionierte Wassereimerwerfer und an das Gentrifizierungsprojekt “Veringhöfe” in Wilhelmsburg. Einen Eintrag ins Klassenbuch gibt’s für die – eigentlich ja guten – Künstler, die da nicht hinwollen. Ganz unverblümt beschreibt der Bezirksamtsleiter, dass das von Soziokulturtanten (STADTKULTUR HAMBURG e.V.) zusammen mit Stattbau und der IBA erdachte Projekt “KünstlerCommunity Elbinsel ” das Ziel hat, Wilhelmsburg zu gentrifizieren – jedoch (!), ohne “die jetzige Bevölkerung zu verdrängen”. Das, weiß Schreiber, läßt sich mit Hundekacke und Currywurst.

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24.09.2009 „ESKALIERT“ (BILD Hamburg)

Der rote Kingel ist der Bildzeitung offensichtlich etwas zu klein geraten.

Bildzeitung

25.9.2009 „Bernhard-Nocht-Quartier Hohn und Spott für die Investoren“ (mopo)

Das hatten sie sich wohl anders vorgestellt: Die Investoren Helmut Köhler und Andreas von Bargen.

mopo_250909[mehr] (~3MB)

25.9.2009 „Tumulte bei der Bürgerversammlung“ (Hamburger Abendblatt)

In diesem Artikel findet sich ein sehr interessanter Satz: “Die Atmosphäre zwischen Mietern auf der einen und Bezirkspolitikern und Investoren auf der anderen Seite ist vollkommen vergiftet.”!

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25.9.2009 „Viel Lärm um Bauprojekt“ von Gernot Knödler (taz)

Anmerkung: Die Kommentare unter dem Artikel stellen einiges an diesem Artikel richtig.

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26.9.2009 „Pauli-Investoren wollen trotz Gewaltandrohung bauen“ von Olaf Dittmann (welt online)

Trotz massiver Proteste gegen ihre Sanierungs- und Neubaupläne halten die Investoren des Bernhard-Nocht-Quartieres (BNQ) auf St.Pauli bislang an ihrem Vorhaben fest.

(Eine Anmerkung von uns: der O-Ton der so genannten “Gewaltandrohung” steht im taz Artikel vom 25.9.2009)

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2. bis 4.10.2009 „Die Stadt – wer ist das?“ von Sven Stillich und Iris Hellmuth / Fotos: Benne Ochs ( Frankfurter Rundschau)

Es gilt als schick, in Künstlerquartiere zu ziehen. Die Kreativen selbst müssen dann leider weichen, ebenso die weniger solventen Mieter. In ganz Europa lässt sich dieser Prozess beobachten. In Hamburg regt sich nun Widerstand, mitten in der City – und mit ersten Erfolgen.

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03.10.2009 „No-BNQ St. Pauli nicht kaputt sanieren“ (Mietraum² Die Zeitung des Hamburger Mietervereins)

Ein Interview mit zwei Aktiven der Initiative No-BNQ.

mhm_titel [mehr] (ca. 1MB)

13.10.2009 „St. Pauli: Bewohner fordern Einbeziehung eigener Pläne“ (Hamburger Abendblatt)

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13.10.2009 „Bernhard-Nocht-Quartier Offener Brief an Bezirk“ von Nina Gessner (mopo)

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13.10.2009 „Einen offenen Brief an den Bauausschuss“ (taz)

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17.10.2009 03:00 Uhr TV-Sendung Tracks „Gentrification“ (ARTE)

St. Pauli wird derzeit umgebaut und modernisiert. Doch im Viertel regt sich Widerstand, damit St. Pauli bunt bleibt. (…) Hinzu kommt die Bürgerinitiative NoBNQ gegen das geplante Bernhard-Nocht-Quartier. Pazifistischer Protest mit Pop und Phantasie.

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28.10.2009 „NO BNQ macht weiter“ von Georg Sommer (Wochenblatt)

Anwohner wollen Neubauprojekt an der Bernhard Nocht Straße verhindern

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Interessengemeinschaft no-bnq

Donnerstag, Juni 11th, 2009

Das Bernhard-Nocht-Quartier stoppen:
St. Pauli muss bezahlbar bleiben – für alle!

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Die Bernhard-Nocht-Straße und die Erichstraße im Süden St. Paulis sind ein wichtiger Teil der Hamburgischen Geschichte. In unmittelbarer Nähe zur Elbe und zum Hafen entstand hier über mehrere Jahrhunderte ein lebhaftes, buntes und eigenständiges Viertel. Neben zahlreichen Wohnhäusern haben hier immer wieder auch namhafte Kneipen, Bars und Läden ihre Heimat gefunden. So etwa das Sailors Inn, Harrys Hafenbasar oder das Komet.

Am Tresen der Washington Bar wurde einst der große Freddy Quinn entdeckt. Heute lassen es sich Anwohner und Besucher in der Kogge oder in der Kombüse gutgehen. Der Großteil der ansässigen Häuser stammt aus dem 19. Jahrhundert und bietet mit seinen historischen Architekturmerkmalen ein in Hamburg selten gewordenes Stück Stadtbild. Hier im Viertel leben Seeleute, Angestellte, Künstlerinnen und Künstler, Kneipiers, Familien, Studierende, Kinder und Rentnerinnen und Rentner friedlich miteinander.

Akute Gefahr
Diese jahrhundertelang gewachsene Struktur an Gebäuden und Bewohnern ist nun akut gefährdet. Denn Bezirkspolitiker und Investoren (Köhler & von Bargen) wollen hier das sogenannte “BNQ – Bernhard-Nocht- Quartier” bauen. Geplant ist der Abriss historischer Gebäude, an deren Stelle auch neue Eigentumswohnungen in austauschbarer Glas-Optik entstehen sollen. Zudem werden die Hinterhöfe eng und hoch bebaut. Schon im kommenden Herbst soll es losgehen.

Karte

Aber nicht nur architektonisch soll das Viertel „aufgewertet“ werden. Bestehende Wohnungen in den betroffenen Straßen werden zunächst luxusmodernisiert und anschließend teurer neuvermietet. Für die gewachsene Nachbarschaft bedeutet dies das Aus. Denn leisten können sich die modernisierten Wohnungen dann nur noch Besserverdienende. Einkommensschwache Bewohnerinnen und Bewohner sind gezwungen, sich eine neue Bleibe zu suchen. Und die ist auf St. Pauli nicht mehr zu finden. Das hat auch Auswirkungen auf alle umliegenden Straßen. Denn der für unsere Stadt geltende durchschnittliche Mietspiegel wird durch Sanierungen und Neubauten in allen Häusern steigen. Block für Block wird so das ursprüngliche St. Pauli zerstört.

„Ich will so bleiben wie ich bin“
Wir – die Anwohnerinitiative „NO BNQ“ – wollen dieses Projekt stoppen. Wohnungen dürfen keine Ware werden, mit denen Immobilien-Gesellschaften sich bereichern. Deshalb fordern wir ein garantiertes Bleiberecht für alle jetzigen Bewohner und  keine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen.

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Wir fordern:

  • Sofortige Instandsetzung der Wohnungen und Durchführung der über Jahre verschleppten Reparaturen.
  • Keine Mieterhöhungen!
  • Sofortige Neuvermietung der leerstehenden Wohnungen.
  • Alle Kneipen müssen bleiben – in den Händen der jetzigen Betreiberinnen, zu den bestehenden Konditionen.
  • Keine weiteren Luxuswohnungen oder Eigentumswohnungen auf St. Pauli.
  • Wir fordern eine kulturelle Nutzung für das ehemalige “Erotic Art Museum” (vom Investor “Speicher” genannt) und für die Freiflächen. Mit AnwohnerInnen, MusikerInnen und KünstlerInnen werden wir Vorstellungen dazu entwickeln.
  • Wenn überhaupt gebaut wird, dann fordern wir öffentlich geförderten Sozialwohnungsbau, vorzugsweise öffentlich geförderte Wohnprojekte. Auch dazu werden wir im Viertel unsere eigenen Vorstellungen entwickeln.
  • Wir werden selbst entscheiden und gestalten was hier passiert oder gebaut wird – und diese Vorstellungen durchsetzen.

In der Nachbarschaft haben wir in den letzten Jahren mit selbst geplanten und öffentlich geförderten
Projekten beste Erfahrungen gemacht – Wohnprojekte, Hafenstraße oder Park Fiction tragen zur
Vielfalt des Viertels bei, sind innovative Beispiele dafür, wie Lebensqualität für alle geschaffen werden
und eine Stadt nachhaltig interessant bleiben kann. Diese Linie werden wir weiterverfolgen.

A L L E  M Ü S S E N  B L E I B E N  K Ö N N E N !

Weitere Vorstellungen und alternative Pläne wollen wir hier im Viertel gemeinsam mit den Nachbarinnen und Nachbarn entwickeln. Mehr zu uns und unserer Initiative gibt es im Internet unter www.no-bnq.org. Oder bei unseren regelmäßigen Treffen, jeden zweiten Montag. (Infos über Zeit und Ort gibt’s in der Kogge).