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Presseerklärung: Der PR-Mann und das Ultimatum der Firma

Mittwoch, März 31st, 2010

Hamburg, Dienstag, der 30. März 2010

Der PR-Mann und das Ultimatum der Firma
St. Pauli: Anwohnerinitiative NoBNQ arbeitet weiter an konstruktiver Lösung und bereitet Übernahme des gesamten Areals vor.
Aufgeflogen: “Bürgerinitiative PRO-Bernhard Nocht Quartier” ist eine Gründung des PR-Beraters der Investoren Köhler & von Bargen.

NoBNQ arbeitet an einer Lösung, die alle Häuser des sog. “Bernhard Nocht Quartiers” dem Markt entzieht und auf Dauer niedrige Mieten sichert. Wir sind entschieden, die Häuser, die derzeit den Investoren Köhler & von Bargen gehören, zu übernehmen. Vor einem Kauf müssen wir jedoch anders und sehr viel genauer rechnen, als Investoren es machen, da wir nicht über den Verkauf von Eigentumswohnungen und die daraus resultierenden Millionengewinne querfinanzieren können. Wir brauchen genauere Informationen über den Zustand der Häuser.

Eine erste Begehung kam erst am 25. März zustande. Seitdem wird gerechnet, um die Finanzierung für das sehr große Projekt aufzustellen. Wir verstehen, dass die jetzigen Eigentümer unter Zeitdruck stehen und können an dieser Stelle zusichern, dass wir sehr zeitnah unser Angebot auf Grundlage der von Köhler & von Bargen gelieferten Zahlen konkretisieren werden. Wenn Köhler & von Bargen ernsthaft an einer “Befriedung der zeitweise sehr angespannten Situation in dem betroffenen Areal” interessiert sind, wie es in der Pressemitteilung der Unternehmensgruppe vom 15. März heißt, sollten sie auch der Initiative einen realistischen Zeitraum einräumen, um Plan und Finanzierung für die Sanierung aufzustellen.

Wenig hilfreich ist in dem Zusammenhang das massive Störfeuer, das Köhler & von Bargen über ihren PR-Mann Peter Krause auf die Initiative NoBNQ und einzelne Mitglieder richten.

Denn es ist nicht mehr von der Hand zu weisen, dass die merkwürdige “Pro-Investoren-Ini”, die seit November 2009 in anonymen Flugblättern Stimmung gegen die MieterInnenproteste macht, tatsächlich eine Gründung des Köhler & von Bargen-Pressesprechers Peter Krause und seiner “Lebenspartnerin” Karin Lang ist. Auf der facebook Seite der Gegeninitiative firmiert Krause als “Gründer” und Administrator. Kann es sein, dass Unternehmer selbst eine Gegeninitiative gründen – und mit dieser Fälschung gegenüber Medien und Politik argumentieren?

Im November 2009 schreibt “PRO” von “brennenden Autos”, von “Rauchschwaden”, von “MEK” und “Kleinstadtpunks die auf Randale aus sind”. Das Ziel: den wachsenden MieterInnenprotest zu denunzieren, als “drohende Krawallmacherei” der man “Einhalt gebieten” werde. Doch offenbar verfängt der rechtpopulistische Ton im Viertel nicht. Zu einem im Sailors Inn anberaumten Treffen erscheinen neben den GründerInnen Peter Krause und Karin Lang nur 2 Bild-Reporter.

Im Monatsrythmus verbreitet man nun anonyme Schreiben, die sich lesen als lebten die Autoren noch im kalten Krieg. Dezember 2009: “Kommunisten arbeiten mit Sanierungsgegnern jetzt offen zusammen”. Im Februar 2010 heißt es, “…dass es bei dem Kern der Proteste nicht um berechtigte Sorgen der Bürger um ihre Mietpreise ging, sondern darum linke politische Interessen durchzusetzen”. Im März 2010 erfindet man einen “…Kinderausflug der Gruppe “Rote Wanze”…”, von “Nötigung” ist die Rede.

Anonym verbreitet “PRO” im Februar 2010 persönliche Daten einer BNQ-kritischen Nachbarin. “Der eine oder die andere haben nämlich gut laufende Unternehmen”, heisst es. Die schriftliche Bitte der Nachbarin, Krauses Treiben Einhalt zu gebieten, beantworten die Investoren nicht. Stattdessen reichen Köhler & von Bargen das persönlich addressierte Schreiben an PRO-Frontfrau Karin Lang weiter…

Vergangene Woche versuchte Peter Krause, die von niemandem bestrittene Geschichte, dass ein Mitglied der NoBNQ Gruppe vor über 40 Jahren an einem Bankraub mit politischem Hintergrund beteiligt war, der Presse als sensationelle Neuigkeit zu verkaufen.

Inzwischen haben die Investoren sich per mail von dieser Veröffentlichung Krauses distanziert.

Das reicht aber nicht – denn wie hier aufgezeigt, bleiben viele Fragen offen.

Ihre

Initiative NoBNQ

PR-Mann

Einladung zur Pressekonferenz

Mittwoch, November 25th, 2009

Ort: Hotel Kogge, Bernhard Nocht Str. 59, St. Pauli

Ist St. Pauli noch zu retten? NoBNQ, St. Pauli’s Interessengemeinschaft gegen das “Bernhard Nocht Quartier” der Investoren, stellt ein städtebauliches Gegenkonzept vor. Ihre Vorstellungen haben die NachbarInnen in einer reich bebilderten Broschüre zusammengefasst. Darin werden Ideen einer innovativen und sozialen Planung für das Viertel aufgezeigt. Die Initiative fordert: die Stadt muss endlich Verhandlungen aufnehmen!

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Gute Nachrichten,

Donnerstag, November 5th, 2009

zumindest erstmal, gab es heute bei der Bauausschusssitzung.

Der Tagesordnungspunkt “Bauantrag zum BNQ” wurde vertagt, unsere Forderung im Offenen Brief, keine Baugenehmigung zu erteilen, somit erfüllt.

Es gebe noch weiteren Gesprächsbedarf. GAL.Fraktionschef Michael Osterburg sprach auch davon, dass noch mehr Mietwohnungen gebaut werden sollen …

Wir waren mit schätzungsweise 50 Leuten vor Ort und erzeugten mit flatternden Fähnchen ein wunderbares “Raunen” auf den Zuschauerbänken des Sitzungssaals.

Im Gegensatz zu anderen Bezirken wurde dann – wie üblich – beschlossen, die Öffentlichkeit auszuschließen, was noch ein paar kurze Einwürfe zum Demokratieverständnis nach sich zog … bevor wir dann den Raum verließen, nicht ohne ein paar Protestfähnchen zu hinterlassen.

Hamburg Journal war vor Ort, machte Interviews vorher und nachher, durfte selbst aber nicht ins Haus hinein. Morgen Abend soll es einen Bericht geben im Zusammenhang mit “Not in our Name” und “Unter Geiern”.

Soweit, dieser freudige Kurzbericht.

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Bilder von der "Informationsveranstaltung"

Freitag, September 25th, 2009

Vorab ein paar Impressionen von der “Informationsveranstaltung“. Weitere Bilder und Berichte folgen bald.