Pressematerial, Bilder und Logos

Material zur Pressekonferenz vom 26.11.2009
zum Offenen Brief vom 12. Oktober 2009
zur Presseerklärung No.2
zur Presseerklärung No.1
zur Nachbarschaftsumfrage “Nachbarn sprechen mit Nachbarn”
zu den Bildern


 

Material zur Pressekonferenz vom 26.11.2009

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Offener Brief Hamburg – 12.10.2009

an
die Mitglieder des Bau- und Denkmalschutzausschusses des Bezirks Hamburg-Mitte, vertreten durch den Vorsitzenden Herrn Heinz Raube
die Mitglieder der Bezirksversammlung des Bezirks Hamburg-Mitte, vertreten durch die Vorsitzenden der Fraktionen Hansjörg Schmidt (SPD), Michael Osterburg (GAL), Bernhard Stietz-Leipnitz (Die Linke), Dr. Gunter Böttcher (CDU), Heinrich-Otto Patzer (FDP)
den Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Mitte Herrn Markus Schreiber
den stadtentwicklungspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Herrn Andy Grote

Betreff: Bernhard-Nocht-Quartier verhindern, keine Baugenehmigung erteilen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie wissen, gibt es seit längerem Proteste und Widerstand gegen das Gebaren einiger Immobilienbesitzer in St. Pauli Süd, Bernhard-Nocht- und Erichstraße. No-BNQ ist eine Losung, unter der sich besorgte MieterInnen und AnwohnerInnen der näheren Umgebung zusammentun und ihre Bedenken, ihre Kritik und ihren Ärger gegen die Investorenpläne formulieren. Das am 24.9.2009 auf der so genannten „Informationsveranstaltung“ vorgetragene Zugeständnis von Köhler & von Bargen, den jetzigen BewohnerInnen des geplanten Bernhard-Nocht-Quartiers gleiche Mietbedingungen für die nächsten 10 Jahre zu garantieren, ist unser erster großer Erfolg, entstanden aufgrund des von uns erzeugten politischen Drucks. Allerdings sind diese Zusagen bisher nicht in schriftlicher Form bei den MieterInnen angekommen.

Letztendlich werfen uns die Investoren aber nur ein kleines süßes Bonbon hin, damit St. Pauli eine fette Gentrifizierungs-Kröte schluckt: 78 Eigentums- / freifinanzierte Mietwohnungen, die langfristig die soziale Struktur und das Gesicht der Straße und des Viertels einseitig verändern würden. Das werden wir nicht zulassen! Dagegen werden wir kämpfen!

Demokratische Gestaltungsprozesse haben in St. Pauli Süd ja bereits große Erfolge trotz großer Widerstände erzielt. Wir sagen nicht bloß “Nein” zum Bernhard-Nocht-Quartier. Wir machen Ernst. Am Ende unserer Straße ist aus kollektiver Wunschproduktion Park Fiction entstanden. Das können wir auch mit Häusern! NO BNQ wird baldmöglichst ein eigenes Konzept zur Nutzung der Fläche des geplanten Bernhard-Nocht-Quartiers vorstellen, inklusive eines realistischen Finanzierungsmodells frei von Spekulationsinteressen. Dieser Prozess hat bereits begonnen. Sicher wird jeder verstehen, dass eine solche ernstzunehmende, erfinderische und soziale Planung länger dauert, als ein paar einfallslose Retortenentwürfe für Eigentumswohnungen zu generieren. Die jetzigen Investorenentwürfe zeigen trotz der „Zugeständnisse“, dass Investoren keinen Bezug zu nachhaltiger Planung oder Interesse an nachhaltigen Planungserfolgen haben, von demokratischen Prozessen und der Realität zwischen Hafenstraße und Reeperbahn mal ganz zu schweigen.

Die AnwohnerInneninitiative NO BNQ versteht sich als Teil einer urbanen Bewegung, die überall in Hamburg – ob in Altona gegen IKEA, im Gängeviertel, in Wilhelmsburg – ein Recht auf Stadt einfordert. In Hamburg braut sich ein Sturm zusammen. Aus allen Stadtteilen weht eine steife Brise gegen eine Stadtentwicklungspolitik, die allein die wirtschaftlichen Verwertungsinteressen im Blick hat und die Stadt als Standort ansieht, welcher möglichst profitträchtig am Markt positioniert werden muss. Das macht Orte nicht lebenswerter, sondern eindimensionaler. Wir sind viele und wir sind nicht einfach immer nur „dagegen“. Sondern wir, die BewohnerInnen dieser Stadt, haben großartige und realisierbare Ideen, wie wir in Hamburg wohnen, arbeiten, feiern, uns erholen, kurz gesagt: leben wollen.

Als Mitglied der Bezirksversammlung, als Mitglied des Bauausschusses, als Bezirksamtsleiter oder als stadtentwicklungspolitischem Sprecher, der im Stadtteil wohnt, sind Ihnen die BewohnerInnen von St. Pauli wichtig? Die fortschreitende Gentrifizierung in St. Pauli bereitet Ihnen Unbehagen? Zeigen Sie uns, dass Sie es ernst meinen. Butter bei die Fische! Wir fordern mehr als Lippenbekenntnisse und mehr als die Ankündigung einer Sozialen Erhaltungsverordnung, die erst dann greift, wenn die Umwandlungsweichen längst gestellt sind und für die St. PaulianerInnen der Zug Richtung Hochhaussiedlung am Stadtrand längst abgefahren ist.

Wir fordern:
Keine Erteilung einer Baugenehmigung für Köhler & von Bargen!
Neubeurteilung der Bebauungspläne unter Einbeziehung unserer Ideen und Konzepte!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Interessengemeinschaft NO BNQ

der Offene Brief als .pdf-Datei hier


NO BNQ! – Presseerklärung No.2 – Hamburg, den 21.September 2009


AUS AKTUELLEM ANLASS ZUR “INFORMATIONSVERANSTALTUNG” der Investoren Köhler&von Bargen zum von Ihnen geplanten Bernhard-Nocht-Quartier.

24.09.2009, 18 Uhr, Caféteria der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Straße 12

Seit dem Frühjahr ist Hamburg in Bewegung geraten: Das zunehmende Unbehagen gegenüber einer Politik der Stadtgestaltung, die Ihre Bewohner instrumentalisiert und in Richtung des Geldflusses disponierbar macht, manifestiert sich in Besetzungen, unerwarteten Schulterschlüssen, Kunstwerken und Straßenfesten. Auch in St.Pauli-Süd gewinnt der Widerstand gegen das “Bernhard-Nocht-Quartier” weiter an Kraft:  Die gelben Wimpel der Intitiative “No BNQ” säumen längst nicht mehr nur die Bernhard-Nocht-Straße und die Erichstraße. Die vielfältige Solidarität, die sich am 5.9. bei der von einer breiten Allianz getragenen selbstausgerufenen “Bezirksversammlung“,- einem Straßenfest mit mehreren tausend Besuchern vielen Alters und Geschlechts- erstmalig so öffentlich bündelte, festigt die Hoffnung, nicht nur Figuren in einer mit spekulationsblasenluftbetriebenen Architektursoftware sein zu müssen.

So wie bisher muß es nicht weitergehen. Aber: Das “Bernhard-Nocht-Quartier” ist noch nicht gestoppt!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 24.9. 2009 um 18 Uhr haben Politik und Investoren eine öffentliche Veranstaltung angekündigt, bewußt kurzfristig und ohne auch nur einen Bewohner oder eine Anwohnerin, eine Clubbetreiberin oder einen Kulturschaffenden, eine Initiative oder anliegende Wohngenossenschaften mit aufs Podium zu laden.

Diese Hierarchisierung der Gesprächssituation mißfällt uns sehr. Zumal diese Veranstaltung nur durch den von uns ausgeübten politischen Druck stattfindet. Von den Vermietern ist bisher nur ein unkonkretes, allgemeines Anschreiben an die Mieter gegangen, und wenn es nach dem Willen von Politik und Investoren gegangen wäre, wäre das ganze Projekt immer noch nicht öffentlich bekannt.

Herr Osterburg hat uns über das Hamburger Abendblatt wissen lassen, er hege große Sympathien für das Engagement, wünsche sich aber konstruktive Vorschläge. Dafür müßte allerdings zunächst mal eine Gesprächsgrundlage geschaffen werden. Sind die Investoren Köhler und von Bargen bereit, über sozialen Wohnungsbau, Wohnprojekte, Mietbegrenzungen zu verhandeln?

Nach unserem Kenntnisstand ist davon nicht auszugehen. Sie haben sich eigens für dieses Projekt ja bereits durch die Gründung einer GmbH von der persönlichen Haftung weitgehend befreit. Nein, das ist kein Skandal- sondern ein übliches Procedere.

Wir hingegen sind vor Ort.

In der Onlinepräsentation eines der beteiligten Architekturbüros wurde das Projekt “Bernhard Nocht Quartier” hektisch umbenannt; der neue, beschönigende Name “Bernhard Nocht Terrassen” weckt Erinnerungen an Urlaub, Sonne, Freiraum- sollte aber nicht den Blick auf die Auswirkungen der geplanten Bauten verschleiern.Wenn architektonische Finesse zunehmend zur Urbarmachung urbaner Räume und zu ihrer hochpreisigen Neudefinition benutzt wird, muß die Frage nach den sozialen Umwälzungen, die sie verursacht, in den politischen Fokus treten.  NO BNQ stellt diese Frage.

Und wir beabsichtigen, uns die Möglichkeit zu erkämpfen, eine kluge Antwort darauf zu entwickeln. Eine solche nach Gutsherrenart anberaumte “Informationsveranstaltung”scheint uns dafür kaum geeignet.

Nichtsdestotrotz: Wir bitten die Presse und alle UnterstützerInnen um zahlreiches Erscheinen zur weiteren Dokumentation der Ereignisse- und zu ihrer Mitbestimmung:

24.09.2009, 18 Uhr, Caféteria der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Straße 12


Presseerklärung No. 1 – Hamburg, den 30. Juli 2009

Mit dem “Bernhard Nocht Quartier (BNQ)” wollen Investoren den aseptischen Totraum auf dem ehemaligen Astragelände ins bewohnte St. Pauli hinein ausdehnen. Die Köhler + von Bargen OHG plant auf 15 Grundstücken teure Modernisierungen, Abrisse und neue Luxuswohnungen. Bewohnerinnen und Bewohner werden so verdrängt. No BNQ ist ein Zusammenschluss von MieterInnen und NachbarInnen gegen die Investorenpläne. Zudem befürchten viele einen Dominoeffekt, Gentrifizierung und weitere Mietpreissteigerungen. Heute stellt sich die Initiative erstmals der Öffentlichkeit vor, formuliert ihre Forderungen und ihre Vorstellungen zur Zukunft des Viertels.

-> Zur vollständigen Presseerklärung.


Nachbarn sprechen mit Nachbarn

Damit wir die Wünsche und Interessen aller betroffenen Nachbarn so gut wie möglich vertreten können, haben wir sie zu ihrer gegenwärtigen Wohnsituation auf St. Pauli befragt. Auf diese Weise wollten wir die Meinung aller Betroffenen einholen, auch von denen, die nicht zu unseren Treffen kommen.

Die Resonanz war toll. Hier redet wirklich jeder mit jedem und jeder hatte etwas wichtiges zu sagen. Wir hatten viele interessante Gespräche mit unterschiedlichsten Menschen. Stolze 90% der MieterInnen haben mitgemacht.

Die Meinungsumfrage enthält viele amüsante und interessante Kommentare! Bitte lest selbst …


Bilder

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Haeuser in der Bernhard Nocht Strasse mit Washington Bar
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Washington Bar in der Bernhard Nocht Strasse
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