Archive for the ‘Presseerklärung’ Category

Presseerklärung

Montag, Mai 10th, 2010

NoBNQ – Presseerklärung, 09.05.2010

Kein Wunder in Sicht

NoBNQ kann den Konflikt um das Bernhard-Nocht-Quartier nicht wie geplant auf dem Weg eines Kaufangebots lösen. Der Grund: Ein uns in Aussicht gestellter privater Großkredit kommt nicht zustande. Das Wunder fand nicht statt – das politische Problem bleibt.

In den letzten Wochen hat sich NoBNQ darauf konzentriert, das “Bernhard-Nocht-Quartier” durch den Kauf des gesamten Geländes zu übernehmen. Eine dauerhafte genossenschaftliche Lösung schien bereits zum Greifen nah, da der Nachbarschaftsinitiative von privater Seite günstige Kredite in ausreichender Höhe in Aussicht gestellt worden waren.

Wir bedauern, dass das nicht geklappt hat.

Wir fragen: Kann es angehen, dass die Lösung sozialer Probleme, die eine an Investorengewinn orientierte Stadtentwicklungspolitik verursacht hat, allein vom guten Willen vermögender Privatmenschen abhängt?

Trotz des sehr hohen Zeitdrucks ist es NoBNQ gelungen, ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu entwickeln, auf dessen Basis wir weiterarbeiten. Über einen Kredit mit 3 % Zinsen lassen sich die Häuser und das Gelände dem Spekulationsmarkt entziehen und Eigentumswohnungen verhindern.

Unser soziales und selbstverwaltetes Gemeinschaftsmodell bekommt derzeit außergewöhnliche Unterstützung:  aus der Nachbarschaft, von Firmen, von Genossenschaften, von politischen Initiativen und von Privatpersonen, die sich finanziell, fachlich und persönlich engagieren.

Unser Ziel hat sich nicht geändert.

Der politische Konflikt ist ungelöst.

Das Modell der Investoren wird keine Zukunft haben!

No BNQ!

Presseerklärung: Der PR-Mann und das Ultimatum der Firma

Mittwoch, März 31st, 2010

Hamburg, Dienstag, der 30. März 2010

Der PR-Mann und das Ultimatum der Firma
St. Pauli: Anwohnerinitiative NoBNQ arbeitet weiter an konstruktiver Lösung und bereitet Übernahme des gesamten Areals vor.
Aufgeflogen: “Bürgerinitiative PRO-Bernhard Nocht Quartier” ist eine Gründung des PR-Beraters der Investoren Köhler & von Bargen.

NoBNQ arbeitet an einer Lösung, die alle Häuser des sog. “Bernhard Nocht Quartiers” dem Markt entzieht und auf Dauer niedrige Mieten sichert. Wir sind entschieden, die Häuser, die derzeit den Investoren Köhler & von Bargen gehören, zu übernehmen. Vor einem Kauf müssen wir jedoch anders und sehr viel genauer rechnen, als Investoren es machen, da wir nicht über den Verkauf von Eigentumswohnungen und die daraus resultierenden Millionengewinne querfinanzieren können. Wir brauchen genauere Informationen über den Zustand der Häuser.

Eine erste Begehung kam erst am 25. März zustande. Seitdem wird gerechnet, um die Finanzierung für das sehr große Projekt aufzustellen. Wir verstehen, dass die jetzigen Eigentümer unter Zeitdruck stehen und können an dieser Stelle zusichern, dass wir sehr zeitnah unser Angebot auf Grundlage der von Köhler & von Bargen gelieferten Zahlen konkretisieren werden. Wenn Köhler & von Bargen ernsthaft an einer “Befriedung der zeitweise sehr angespannten Situation in dem betroffenen Areal” interessiert sind, wie es in der Pressemitteilung der Unternehmensgruppe vom 15. März heißt, sollten sie auch der Initiative einen realistischen Zeitraum einräumen, um Plan und Finanzierung für die Sanierung aufzustellen.

Wenig hilfreich ist in dem Zusammenhang das massive Störfeuer, das Köhler & von Bargen über ihren PR-Mann Peter Krause auf die Initiative NoBNQ und einzelne Mitglieder richten.

Denn es ist nicht mehr von der Hand zu weisen, dass die merkwürdige “Pro-Investoren-Ini”, die seit November 2009 in anonymen Flugblättern Stimmung gegen die MieterInnenproteste macht, tatsächlich eine Gründung des Köhler & von Bargen-Pressesprechers Peter Krause und seiner “Lebenspartnerin” Karin Lang ist. Auf der facebook Seite der Gegeninitiative firmiert Krause als “Gründer” und Administrator. Kann es sein, dass Unternehmer selbst eine Gegeninitiative gründen – und mit dieser Fälschung gegenüber Medien und Politik argumentieren?

Im November 2009 schreibt “PRO” von “brennenden Autos”, von “Rauchschwaden”, von “MEK” und “Kleinstadtpunks die auf Randale aus sind”. Das Ziel: den wachsenden MieterInnenprotest zu denunzieren, als “drohende Krawallmacherei” der man “Einhalt gebieten” werde. Doch offenbar verfängt der rechtpopulistische Ton im Viertel nicht. Zu einem im Sailors Inn anberaumten Treffen erscheinen neben den GründerInnen Peter Krause und Karin Lang nur 2 Bild-Reporter.

Im Monatsrythmus verbreitet man nun anonyme Schreiben, die sich lesen als lebten die Autoren noch im kalten Krieg. Dezember 2009: “Kommunisten arbeiten mit Sanierungsgegnern jetzt offen zusammen”. Im Februar 2010 heißt es, “…dass es bei dem Kern der Proteste nicht um berechtigte Sorgen der Bürger um ihre Mietpreise ging, sondern darum linke politische Interessen durchzusetzen”. Im März 2010 erfindet man einen “…Kinderausflug der Gruppe “Rote Wanze”…”, von “Nötigung” ist die Rede.

Anonym verbreitet “PRO” im Februar 2010 persönliche Daten einer BNQ-kritischen Nachbarin. “Der eine oder die andere haben nämlich gut laufende Unternehmen”, heisst es. Die schriftliche Bitte der Nachbarin, Krauses Treiben Einhalt zu gebieten, beantworten die Investoren nicht. Stattdessen reichen Köhler & von Bargen das persönlich addressierte Schreiben an PRO-Frontfrau Karin Lang weiter…

Vergangene Woche versuchte Peter Krause, die von niemandem bestrittene Geschichte, dass ein Mitglied der NoBNQ Gruppe vor über 40 Jahren an einem Bankraub mit politischem Hintergrund beteiligt war, der Presse als sensationelle Neuigkeit zu verkaufen.

Inzwischen haben die Investoren sich per mail von dieser Veröffentlichung Krauses distanziert.

Das reicht aber nicht – denn wie hier aufgezeigt, bleiben viele Fragen offen.

Ihre

Initiative NoBNQ

PR-Mann