Archive for the ‘Presse - Medien’ Category

Presseerklärung von SOS ST.PAULI

Dienstag, Februar 21st, 2012

Investoren zerstören das historische St. Pauli: Gründerzeit-Denkmal durch Rammarbeiten zerstört und ohne Not abgerissen! Anwohner-Initiative fordert Baustopp

Hamburg, den 19.02.2012

Schon seit Tagen erschütterten heftige Rammarbeiten die Bernhard-Nocht-Straße. Anwohner waren bereits in Sorge, weil sie Risse in den benachbarten Altbauten und abgesackte Gehwege bemerkten. Die Investoren Köhler und von Bargen jedoch ignorierten die Warnzeichen und ließen die Bauarbeiten weiterlaufen, für den massiven Bau von Tiefgaragen und Neubauten inmitten der umliegenden Altbauten. Am Freitagmorgen geschah es: Die Giebelwand des denkmalgeschützten Gebäudes Bernhard-Nocht-Straße 85-87 brach zusammen, offenbar weil die Investoren ihre Bauwerkssicherungspflicht vernachlässigt hatten. Später brachen sie ohne Not den Rest des Gebäudes ab. Die Anwohner-Initiative “SOS St.Pauli” fordert daher sofortigen Baustopp, um weitere Schäden in der Umgebung zu verhindern und die Verantwortlichkeiten zu klären.

Hamburg hat nicht mehr viele historische Häuser, und in St. Pauli ist gerade eines der Schönsten leichtfertig zerstört worden. Das gründerzeitliche Etagenwohnhaus Bernhard-Nocht-Straße 85-87 stand unter Denkmalschutz. Im Kern noch älter, wurde es 1885 komplett umgebaut und aufgestockt und bekam seine zierliche und reichgeschmückte Fassade. Freunde und Bekannte wohnten in den letzten Jahren dort, noch hing die Werbung für’s  Atelier Zippel in den Fenstern, und das Sailor’s Inn bot den tätowierten Männern aus der Nachbarschaft günstiges Bier in kuschelig-verqualmter Atmosphäre.

Das Gebäude hätte noch lange dort stehen können,  aber es ist seit gestern unwiederbringlich kaputt. Und das war kein Schicksal, sondern es lag vollständig in der Verantwortung der Investoren Köhler und von Bargen: Selbst wenn man davon ausgeht, daß die Bauherren den Einsturz der Außenwand nicht vorsätzlich herbeigeführt haben, was sich zu diesem Zeitpunkt nicht ausschließen läßt, so war das Gebäude offensichtlich nicht ausreichend gesichert. Juristisch gesprochen wäre das eine Vernachlässigung der Bauwerkssicherungspflicht.

Die deutlich sichtbaren Warnzeichen wurden ignoriert – die Gehwege neben der Baugrube waren Tage zuvor abgesackt, der Altbau soll sich bereits um 20 cm abgesenkt haben.

Aber als ob das nicht genug sei: Nach dem Einsturz der Seitenwand am Freitagmorgen wurde das denkmalgeschützte Haus nicht abgesichert, sondern mit einem eilig herbeigerufenen Bagger bis Samstagmorgen komplett beseitigt – ohne Notwendigkeit, denn der Unfallort war längst mit Zaun und Polizei weiträumig abgesperrt, und möglicherweise sogar illegal und ohne Abrissgenehmigung. Für die Investoren lohnt sich der schnelle Abriss: Es wäre teuer geworden, das beschädigte Restgebäude wieder statisch zu sichern, und nun ist praktischerweise ein kompletter Neubau möglich.

Die hier zutage tretende Inkompetenz der Bauherrn konnte sich bisher einer vorbehaltlosen Unterstützung aus der Politik sicher sein. Großzügig wurden Köhler & von Bargen Befreiungen vom Bebauungsplan eingeräumt, was die Bebauungsdichte, die Höhe der Gebäude und die Bauabstände betrifft. Ihre massive Stadt der Tiefgaragen musste ausgerechnet in nächster Nähe von fragilen Gebäuden aus dem 19ten Jahrhundert aus dem Boden gestampft werden.

Ein Bild, das Andreas Gerhold auf die facebook Seite der Piratenpartei gepostet hat, bringt die traurige Stimmung auf den Punkt: Im Hintergrund der Schutthaufen des Hauses, davor einige wenige gerettete Teile der Fassade, arrangiert wie wertvolle Ruinenstücke. Doch auch wenn das Bild an eine antike Tragödie erinnert – dieses Desaster ist nicht das Ergebnis eines unvermeidbaren Unfalls, sondern trauriger Beweis für die Inkompetenz von Investoren, die ohne Skrupel mit massiver Nachverdichtung den historischen Bestand auf St. Pauli zerstören.

SOS ST.PAULI

Demnächst 20:15 im ZDF ?

Samstag, September 24th, 2011

Will der Investor Fakten schaffen? Restaurant “Erich” abgerissen – Pension “Flehmig” geschlossen

Freitag, Januar 7th, 2011

Wochenblatt Artikel

Mittwoch, Dezember 22nd, 2010

… nach dieser Devise geht die Köhler & von Bargen OHG jetzt in der Bernhard-Nocht-Straße vor. Es sprechen die Bagger:  (weiterlesen…)

NO-BNQ in den Medien (Nov.2010)

Dienstag, Dezember 21st, 2010

5.11.2010 in der taz-hamburg “Neues Anwohner-Konzept für Bernhard-Nocht-Quartier

5.11.2010 in der WELT “Initiative “No BNQ” will weiterhin Bernhard-Nocht-Quartier kaufen

(Beide Texte auch hier zu lesen)

19.11.2010 NDR-Fernsehen zeigte eine Dokumentation mit dem Titel “Der Schmerz von St. Pauli” - Der NDR schreibt: “Top-Locations statt billiger Absteigen, Lounge-Bars statt Eckkneipen: Der Kiez wird schick – und teuer. Das ist die Kehrseite, vor der sich viele St. Paulianer fürchten.” Anzusehen auf http://www.ndr.de/fernsehen/media/nordstory117.html oder in der ndr-mediathek wie gewohnt suchen.
(Gedreht worden war im Sommer 2009 u.a. zum Bernhard-Nocht-Quartier)
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Bereit zur “freundlichen Übernahme”

Donnerstag, November 4th, 2010

Presseerklärung: Donnerstag, den 4. November 2010

Bereit zur “freundlichen Übernahme” -
NoBNQ stellt Gegenkonzept vor

Die Interessengemeinschaft NoBNQ geht mit einer fundierten Broschüre in die Offensive: das ideenreiche und soziale Konzept zur Freundlichen Übernahme des Bernhard-Nocht-Quartiers wurde in der Nachbarschaft und mit Unterstützung von Fachleuten entwickelt. Es ist mit einem soliden Finanzierungsplan unterlegt.

Download der Broschüre als PDF-Datei (1,2 MB) oder größer (7,8MB)

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