Archive for the ‘Berichte’ Category

Empire hebt ab!

Dienstag, Februar 9th, 2010

Psychokinetisches Experiment schickt Immobilienwirtschaft ins Weltall

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Hamburg-St.Pauli, 9.2.2010: Die Teilnehmer des Immobilien Symposium Hamburg wurden heute Zeugen der größten psychokinetischen Immobilienbehandlung seit 1967. Um genau 11.50 Uhr lauschte ein exklusiver Zirkel aus Immobilienfonds-Managern, Bankern und Stadtentwicklern (Eintrittspreis 1185.- €) den warmen Worten des Hamburgischen Oberbaudirektors Jörn Walter, als folgende Nachricht durch die Lausprecher der Kongressanlage kam:

“Achtung, Achtung! Wir möchten eine Warnung aussprechen. Die GUL-Materialsekte wird dieses Gebäude in wenigen Momenten einer psychokinetischen Behandlung unterziehen. Die Mitglieder der Sekte haben das Gebäude bereits umstellt.  Sie sind natürlich eingeladen, sich dem Experiment anzuschließen. Bitte werfen Sie einen Blick aus dem Fenster.”

Das taten sie dann auch und sahen dies und dies hier.

Unter den ohrenbetäubenden Klängen des Schwabinggrad Balletts vollzogen die etwa 100 Psychokinetiker ein jahrtausendealtes Karma-Reinigungs-Ritual, um den unbeliebten, unschönen und überteuerten Riverside-Empire-Hotelkomplex mitsamt seinen Insassen in den Weltraum zu schicken. Und tatsächlich: Das Gebäude löste sich aus seinen Fundamenten und schwebte sekundenlang über der Erde. Ein gelungenes Experiment, das beweist: Einwohnerinnen und Einwohner dieser Stadt können ihre schlechten Gefühle gegenüber Gentrifizierung und Immobilienspekulation erfolgreich in psychokinetische Power verwandeln. Weiter so.

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Nachbarschaftstreffen

Dienstag, Februar 2nd, 2010

Das Nachbarschaftstreffen in der Aula der Ganztagsschule St. Pauli war sehr gut besucht.

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Neben den bisherigen Ereignissen haben wir den Stand der Dinge und mögliche nächste Schritte vorgestellt. Das Interesse und der Rückhalt der Besucher für NO-BNQ ist enorm!

Ist St. Pauli noch zu retten?

Donnerstag, November 26th, 2009

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 26. November 2009 haben wir, die MieterInnen der betroffenen Häuser und NachbarInnen, unsere Vorstellungen für die Zukunft der Häuser vorgestellt. In einer reich bebilderten Broschüre werden die von uns erarbeiteten Ideen einer innovativen und sozialen Planung für das Viertel dargestellt.

Wir fordern: die Stadt muss endlich Verhandlungen aufnehmen!

Neben der öffentlichen Vorstellung wurde die Broschüre direkt an die Politik, die Verwaltung und die Presse geschickt und kann im Hotel Kogge (Bernhard-Nocht Strasse 59), im Kölibri (Hein-Köllisch-Platz 11 + 12) und hier auf unserer Seite angesehen werden.

Webversion der Broschüre | Broschüre als pdf Datei (ca. 2MB)

Die Bilder aus dem Gegenentwurf in druckfähiger Auflösung können hier heruntergeladen werden.

Der Entwurf wird in den nächsten Tagen auch auf weiteren Veranstaltungen gezeigt und diskutiert werden. Die Temine werden auf dieser Seite bekanntgegeben.

Bei Fragen bitte unter
mail
oder 0176-49 44 75 30 melden.

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Gute Nachrichten,

Donnerstag, November 5th, 2009

zumindest erstmal, gab es heute bei der Bauausschusssitzung.

Der Tagesordnungspunkt “Bauantrag zum BNQ” wurde vertagt, unsere Forderung im Offenen Brief, keine Baugenehmigung zu erteilen, somit erfüllt.

Es gebe noch weiteren Gesprächsbedarf. GAL.Fraktionschef Michael Osterburg sprach auch davon, dass noch mehr Mietwohnungen gebaut werden sollen …

Wir waren mit schätzungsweise 50 Leuten vor Ort und erzeugten mit flatternden Fähnchen ein wunderbares “Raunen” auf den Zuschauerbänken des Sitzungssaals.

Im Gegensatz zu anderen Bezirken wurde dann – wie üblich – beschlossen, die Öffentlichkeit auszuschließen, was noch ein paar kurze Einwürfe zum Demokratieverständnis nach sich zog … bevor wir dann den Raum verließen, nicht ohne ein paar Protestfähnchen zu hinterlassen.

Hamburg Journal war vor Ort, machte Interviews vorher und nachher, durfte selbst aber nicht ins Haus hinein. Morgen Abend soll es einen Bericht geben im Zusammenhang mit “Not in our Name” und “Unter Geiern”.

Soweit, dieser freudige Kurzbericht.

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Vorabinformationen zur Informationsveranstaltung

Donnerstag, September 24th, 2009

Anlässlich der geplanten “Informationsveranstaltung” am heutigen Donnerstag den 24. September 2009 lässt die Presse in vorauseilendem Gehorsam Herrn Schreiber zu Wort kommen. Die taz-hamburg bleibt dabei ihrer Linie treu: die neue urbane Bewegung sorgt in der Stadt und weit darüber hinaus für Schlagzeilen, doch LeserInnen der ehemals alternativen Tageszeitung erfahren davon nichts. “Mit Gentrifizierern über Gentrifizierung reden” – so ließe sich die Haltung der Redaktion zusammenfassen. Neulich lud man zum Gespräch ins Gentrifizierungsprojekt “Haus III&70″ und versuchte vergeblich in letzter Minute kritische Stimmen aufs Podium zu hiefen. Die hatten sich im Vorfeld vernetzt – und sagten der tendenziösen Veranstaltung ab. Nun, 3 Tage vor der Bundestagswahl, bekommt SPD-Mann Markus Schreiber viel Platz eingeräumt, um seine Sicht der Dinge im Interview auszubreiten. Der ehemalige Schuldirektor verteilt Noten an Gängeviertel und NoBNQ, an Künstler und Hafenstraße, an pensionierte Wassereimerwerfer und an das Gentrifizierungsprojekt “Veringhöfe” in Wilhelmsburg. Einen Eintrag ins Klassenbuch gibt’s für die – eigentlich ja guten – Künstler, die da nicht hinwollen. Ganz unverblümt beschreibt der Bezirksamtsleiter, dass das von Soziokulturtanten (STADTKULTUR HAMBURG e.V.) zusammen mit Stattbau und der IBA erdachte Projekt “KünstlerCommunity Elbinsel” das Ziel hat, Wilhelmsburg zu gentrifizieren – jedoch (!), ohne “die jetzige Bevölkerung zu verdrängen”. Das, weiß Schreiber, läßt sich mit Hundekacke und Currywurst.

zum taz Artikel

zu unserer Presseerklärung vom 21.9.2009

ROCK & WRESTLING against BNQ

Dienstag, September 8th, 2009

Bilder sind bei myspace
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im Fotoalbum von ROCK & WRESTLING auf Seite 4.

Bilder von der Bezirksversammlung

Dienstag, September 8th, 2009

Am 5. September 2009 fand unsere Bezirksversammlung statt und die Presse berichtete ausführlich. Zunächst ein großes Dankeschön und weiter unten auf dieser Seite einige Eindrücke.

Danke Sankt Pauli – weiter so!

Also, ihr Tausende von Leuten auf der Bezirksversammlung: das war bombastisch! Danke EUCH ALLEN, ihr wimpelaufhängenden, stromliefernden, eure Wohnungen in Propagandazwischenlager verwandelnden, die Straße zum Kochen bringenden Nachbarinnen und Nachbarn; ihr wart super! Mit soviel Wucht und Energie lässt sich die Investorenarchitektur stoppen! No BNQ!

Das überwältigende Echo auf einen kleinen Aufruf hätte uns warnen sollen, dass hier etwas Großes, Mächtiges anrollt: wir hatten bloß nach ein paar kleinen Dingen gefragt, die wir als Preise für die Kinder anbieten wollten. Doch die zum Zweck der Schatzsammlung in der Kogge aufgestellte Kiste quoll bald über vor tollen Geschenken. Hunderte! Nachbarn brachten Schmuck, Tiere, ganze Comicsammlungen, Autos, Gimmicks… Danke Euch allen!

Dank auch Dir, ungenannt bleiben wollender Limonadenhersteller, der Du 30 Tische und Bänke gesponsort hast; und Dir, Schwabingjugend, für Kasperle und der Miethai, mit dem du unschuldige Kinderherzen aufgeklärt hast über den Zusammenhang von Recht auf Wohnen & Bonbons, behördliche Bestechlichkeit &Miethaie, Eis & Gefängnis; superb wart auch Ihr, Gino, und die Violine spielenden Kinder der Ganztagsschule St. Pauli, mit Eurem tränenprovozierenden Unterstützungsauftritt für die räumungsbedrohte Kogge, und natürlich Du selbst, Rock’n'Roll Kneipe Hotel Kogge, die Du immer wieder bereit warst Dein ausgefeiltes Musikprogramm von inhaltistischen Ansagen unterbrechen zu lassen (und das an Deinem Geburtstag…); Ihr, Graue Panther St. Pauli Nord – für die selbstironische Sofainstallation und die Wachsende Ausstellung; Du Michaela Melian für die investorenarchitekturkritische Hüpfburg, die Du im vergangenen Jahrtausend schufst und zu Füßen des damaligen Leerstands auf dem ersten vollprivatisierten Platz Hamburgs, dem sogenannten Fleetmarkt, platziert hattest, und die nun, am Wochenende des 5.9. 2009 hunderten von Kindern Spaß gemacht hat und durch ihre bestrumpften Füße inhaltlich aktualisiert wurde; auch Dir sei gedankt, Golden Pudel Club Hamburg, der Du generös einen Generator beschafft hast um zu demonstrieren:Investorenarchitektur, wenn wir dir den Strom abziehen, sitzt Du in der Kreditklemme! Danke euch ungenannt bleibenden zahlreichen Spenderinnen und Spender von Getränken für den Kindertresen, euch ungenannt bleiben wollenden Nachbarinnen und Nachbarn für das elegante Planungsbüro; Danke, Märchenerzählerin im DDR-Wohnwagen; Danke vielbesuchter Infostand, Wurfstand, danke, aggressive Merchandisingabteilung, Danke, Webmaster, Danke, Erfinderin der gelben Wimpel, für Idee und Durchführung, Logistik, Regie, Gesamtüberblick; Danke dir, VOKÜ; danke auch Euch, Ihr als Bäume verkleidete VorwerkstiftbesetzerInnen, und Euch erst Recht, ihr als schöne alte Häuser verkleidete GängeviertelbesetzerInnen die ihr den als BNQ und Empire verkleideten AnrainerInnen übel zugesetzt habt; Dir, Rock’n'Wrestling für ein Superposter, vor allem aber Dir, Bühnencrew, für eine powervolle Bühne mit dem schönsten Licht je auf einem Straßenfest; Dir Manuel Muerte (wäre man abergläubisch, würde man sagen: jetzt kann nichts mehr schief gehen, denn mit Dir begann auch Park Fiction 3) und Dir Nixe: für unvergleichliches Atmosphäreschaffen und Bezugherstellen; insbesondere Dir, arbeitslos gebliebener Erste Hilfe Mann für die 45 jährige live-Version von Teenage Kicks um 3:30; Dir, Straßenabsperrer; Dir, Obstgemüse spendender Ökoladen, Dir, anonymer Würstchengriller, Dir, mitten im Gewühl an Wodka Orange Versorgung Denkende; Dir, Bäcker einer vorzüglichen Orangentorte – ein Traum, Dir, Harry’s Hamburger Hafenbazar, Dir Sailor’s Inn – ihr habt super mitgespielt, Danke dir Mieter Helfen Mieter Anwalt, Danke Euch, Zirkuskinder der GWA, Dir, wohlorganisierter und profitabler Getränkestand, Dir Störtebeker Musikzentrum, für Backup, Vermittlung und Bar; Dir, Gruppe 25 Jahre Hafenstraße, für die Ausstellung 50 Jahre Widerstand, euch, Bands von der Ahoi-Bühne, Kosmo Koslowski, They want a Flughafen, 56 Boys, Motorfader, Gladbeck City Bombing, Johnny Blackheart & the Eliminators, St. Pauli Perlen; dann aber auch Euch, Neighborettes, für einen extrem kraftvollen Auftritt und die Drohung wenn ihr hier baut, burnen wir the house down; und, last but not least, euch, liebe sehr verehrte Nachbarn Die Goldenen Zitronen, die Ihr nicht nur ein Wahnsinnskonzert gegeben habt sondern auch noch genau gegenüber der Stelle, an der alles Anfing vor einem Vierteljahrhundert, womit wir hier abschließen und daran erinnern wollen, dass hier, in dieser Straße, schon mal Barrikaden standen und erfolgreich verteidigt wurden.

Soweit muss es nicht kommen, liebe sehr verehrte Politiker und Investoren, lernen sie doch mal dazu, und setzen Sie sich in Bewegung – sonst tun wir’s für Sie. Oder dachten Sie ernsthaft, sie könnten so eine Nummer durchziehen in einer Straße in der wir wohnen?

Also: Danke St. Pauli – weiter so!

Eure Interessengemeinschaft No BNQ

PS:
Das Bernhard Nocht Quartier ist noch nicht gestoppt – wir treffen uns jeden 2. Montag – das nächste mal am 21. September in der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Straße, 19 Uhr.

Kasperle und der Miethai
Kasperle und der Miethai (http://www.flickr.com/photos/bratenstein/3890390562/)

Kasperle und der Miethai (http://www.flickr.com/photos/bratenstein/3890390562/)

Bezirksversammlung mit Hüpfburg (http://www.flickr.com/photos/bratenstein/3890391084/)

Bezirksversammlung mit Hüpfburg (http://www.flickr.com/photos/bratenstein/3890391084/)

Kinderband & Kinderzirkus

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Märchenerzählerin Antje

Und das stand auf dem Plakat vom Märchenwohnwagen Mandy, wo Antje Märchen erzählte:

Der Ärger mit dem Glasbergen heute Glashäusern hat Tradition:

… Nach einiger Zeit hörten die Brüder, dass eine schöne Prinzessin in dem Schloss am gläsernen Berg verzaubert wohne. Der Weg zum Schloss sei aber so glatt, dass ihn niemand gehen könne. Wer aber glücklich hinaufkomme und dazu noch dreimal um das Schloss reite, der würde die Prinzessin erlösen und sie zur Gemahlin bekommen. Viele junge Männer hatten schon den gläsernen Berg hinauf reiten wollen, doch sie alle waren abgestürzt und tot liegen geblieben……..

(aus der Hirsedieb)

Ja, ja, ja  diese gläsernen Berge standen früher überall in Märchen rum und waren wirklich ein Ärgernis, wenn nicht ein (fast!!!) unüberwindbares Hindernis, aber nur fast, weil es gab ja immer Helden. Klar nicht? Heute haben wir da eher hohe gläserne Häuser, die auch keinen Spaß machen, nein wirklich nicht, aber dank des heldenhaften Einsatzes der unbeirrbaren, kämpferischen  Menschen auf St. Pauli werden wir die hässlichen menschenfressenden Glasungeheuer in die Knie zwingen. Jawoll!

(aus Antjes Märchenforschung)

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Das Planungsbüro

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Photo vom Planungsbüro

Photo vom Planungsbüro

Photo vom Planungsbüro

Ein alternativer Bauentwurf aus Knete

Impressionen

Hund mit NOBNQ Halstuch

Bezirksversammlung 16

(http://www.flickr.com/photos/txmx-2/3891399797/)

(http://www.flickr.com/photos/txmx-2/3891399797/)

Weitere Bilder unter

http://www.tanzendetuerme.org/index.php?/-bezirksversammlung-/

http://www.flickr.com/photos/duckdalben/sets/72157622380118496/

http://www.flickr.com/search/?w=all&q=no+bnq&m=text

Bitte beachten: Einige der Bilder (z.B. die von flickr) stehen ggf. unter einer CC-Lizenz.

Pressekonferenz am 30.7.2009

Freitag, Juli 31st, 2009

PK_Christoph

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PK_Christoph2