Archive for April, 2011

“Meinungen zum Bernhard Nocht Quartier” / NoBNQ Plakat-Aktion:

Dienstag, April 26th, 2011

siehe hier (slideshow).

NoBNQ Kampagnen Start mit Lesungen-und-Poster-Anschau-Spaziergang: Donnerstag, 28.April 2011, 19Uhr ab smallville HeinHoyer56

Liebe Stadtbewohner_innen,

am Donnerstag geht die NoBNQ Posterkampagne an den Start. Wir haben nämlich das Gefühl, dass das Nachbarschafts-Konzept “Freundliche Übernahme” auf der Seite der alten und neuen “Entscheider” dieser Stadt nicht verstanden wird.

Deshalb haben wir 40 unterschiedliche Menschen im Stil eines bekannten Boulevard-Blattes darum gebeten, sich dazu eine MEINUNG zu bilden.

Aus den Statements und den Portraits der Befragten hat Fotograf Frank Egel mit uns eine Posterkampagne entwickelt, die in dieser Woche verklebt wird, und, in Läden und Fenstern ausgestellt, den Stadtteil in unsere Galerie verwandeln wird.

Zur Eröffnung der Posterkampagne machen wir einen Lesungen-und-Poster-Anschau-Spaziergang mit Kurzlesungen (Urbane Romanfragmente, Reportagen, Essays).  Der Rundgang startet am

Donnerstag 28. April um 19 Uhr

im Plattenladen smallville HeinHoyer Strasse 56 mit Nicole Vrenegor und Niels Boeing. Etwa 20 Uhr Kogge Bernhard-Nocht-Straße 59 mit Marius Hoffmann und Gisela Stelly-Augstein, 21 Uhr haardock Hopfenstraße 15a im Brauereiquartier, mit Antje Mohr, Christoph Schäfer. (Details unten).

Wir widmen die Kampagne dem Andenken an Karin Rosenberg, die am 11. April 2011 überraschend an einem Herzinfarkt gestorben ist. Karin war eine Freundin und wurde mit dem Hafenbasar noch von Investor Claus Becker aus den Kellern der Bernhard Nocht Strasse rausgeworfen, musste danach noch zweimal umziehen, und wäre gerne als Teil des NoBNQ Freundliche Übernahme Konzepts in die ursprünglichen Räume zurückgekehrt. Die liegen inzwischen zum Großteil in Trümmern. Karin hat sich noch vor wenigen Wochen für unsere Kampagne fotografieren lassen. Ihre Meinung zum Bernhard Nocht Quartier:  Zum Kotzen !!!

Plakatkampagne mit Portraits und Statements von:

Hanna Mittelstädt, Verlegerin, Edition Nautilus
P-Fire Entertainment
Melissa Logan, Chicks on Speed
Bernd Kniess, Architekt, Prof. Urban Design HCU
Anneliese Petersen, Hafenstrassenbewohnerin
Thomas Wenzel, Die Sterne, Die Goldenen Zitronen
Petra Thomas, aktiv im Elternbeirat der St.Pauli-Schule
Ale Dumbsky, Radar Filmfestival
Sengan, Musa und Bamba Bandeh
Dorothea Schlüter, Galeristin
Stefan Schatz, Fanbeauftragter FC St.Pauli
Gisela Stelly Augstein, Schriftstellerin
Günter Zint, Fotograf, Kiezchronist
Miguel Martinez, Experte
harlotte Knabe, Golden Pudel Klub
Maarten Thiele, ein Sozialromantiker
Anke Hagemann, Architektin, Stadtforscherin
Fernando D’Velez, Boutiquebesitzer, Superpromoter
Sieghard Wilm, Pastor St.Pauli-Kirche
Antje Mohr, Geschäftsfrau, Märchenerzählerin
Doc Mabuse, brachte die Piratenflagge ans Millerntor
Rebecca Lohse, Geschäftsführungsteam GWA St.Pauli
Bentolove
Karin Rosenberg, Harrys Hamburger Hafenbasar
Frank, endless pain
Katja Eichbaum, Grafikerin, Fotografin
Julia & Olaf Staron, Unternehmer, Brauquartier St.Pauli
Martin Sprujit, St.Pauli Archiv
Anja Hildebrandt, Haardock St. Pauli
Schorsch Kamerun, Musiker, Die Goldenen Zitronen, und Theaterregisseur
Ulf Wittkowski, Metaller von der Alternative
Riikka Beust, Hotel Kogge
Stefan Marx, Künstler
Marianna Meyer, Streetfighter
Michael Reinermann, Inhaber Generation Digitale
Paula & Pauline, Performancekünstlerinnen
Don Mudra, Künstler
Kirsten Ludewig, Ideenmanagerin, Brauquartier St.Pauli
Herr Meyer, Suicycle Store, Block Party Entertainment
Kunstverein St.Pauli

Lesungen:

Niels Boeing: Alles auf Null – Gebrauchsanweisung für die Wirklichkeit (erscheint demnächst bei Nautilus)

“100 Gebrauchsanweisungen auf 100 Seiten: dieses Buch ist eine genau konzipierte Punktlandung, die Deine Wirklichkeit verändern will.  Der strenge Aufbau erlaubt es dem Autor, unterschiedliche Sprechweisen in seinem Buch zum klingen zu bringen:  innere Dialoge, Theorie, Gedichte, Beobachtungen und Reflexionen über Alltagskultur, Liebe, Musik, Politik. Rasant werden die Ebenen gewechselt, denn”…für sich selbst organisierende Akteure, die mit [der Wirklichkeit] fertig werden wollen (…) ist das Hin- und Herwechseln zwischen den Ebenen eine Schlüsselstrategie…”. Boeing macht die Sprache so scharf wie eine Waffe, ein vorantreibender Denkfluss, ein Gefecht, radikal und subjektiv.” CS

Nicole Vrenegor:  heute habe ich den himmel und lenin gesucht. notizen aus new york city (erscheint Juni 2011 im sprung verlag hamburg)

“lower fat in lower east, würde ich meinen tag überschreiben, wenn ich eine überschrift finden müsste. das design bestimmt das bewusstsein und außendesign – sprich style – ist hier die heiß gehandelte ware, wo noch vor 30 jahren andere kurzlebige glücksversprechen gedealt wurden. die coolness im ehemaligen junkie-viertel besticht und wirft mich auf eigene identitätsfragen zurück. zweifelsfrei als touri zu identifizieren: was mach ich eigentlich hier mit der karte falsch rum in der hand ?

Marius Hoffmann: Von einem der Ausriss (das Lieben zu fürchten), Roman, noch unveröffentlicht

“Die letzten Tage Andy Marquardts vor seinem achtzehnten Lebensjahr. Der junge Punk möchte nicht erwachsen werden. Er rennt von Zuhause weg und lebt seitdem auf Hamburgs Straßen. Was er nicht weiß, bald wird er zum Protagonisten einer Fernsehsendung.”

Gisela Stelly-Augstein: Mein Heim – meine Zelle, Protokolle aus einer Großstadt-Mustersiedlung (Die Zeit, 1971).

Entstanden in Lohbrügge, auf dem Höhepunkt der Krise der fordistischen Stadt, beschreibt die Schriftstellerin den Alltag der Frauen: “Frauen berichten über ihr Leben in einer modernen Wohnstadt, spontan, auf Tonband; und so spiegelt diese Reportage ein Stück Wirklichkeit vor dem Hintergrund der Diskussionen um Emanzipation und Frustration in der modernen Gesellschaft.”

Antje Mohr: Brief an Supermans Anwälte (unveröffentlicht, 2007)

“…Ich selbst, 41 Jahre alt, mittlerweile Geschäftsfrau, also erwachsen, stand beim Rock & Wrestling und habe die Aussage des Moderators auf der Bühne „dass SUPERMAN uns verklagt hat!“ für einen zum Programm gehörenden albernen Scherz gehalten. (…) Erst vorige Woche begriff ich den Ernst der Lage. Rein rechtlich – ich habe gleich im Markenregister nachgeschaut – haben Sie irgendwie Recht. Aber trotzdem: Hier stimmt was nicht!…”

Christoph Schäfer: Die Stadt ist unsere Fabrik (Spector Books 2010)

“Ein Comicbuch, der Skizzenblock einer politischen Bewegung, eine Theoriebildung ? Christoph Schäfer erfindet eine Urgeschichte des Urbanen, setzt Henri Lefebvres Thesen zur postindustriellen Stadt um, sieht sie im Kreativpool der Gentrifizierung, mit den Laptops hinter Latte-Bechern, mit den Skateboards der raumgreifenden Möglichkeiten einer Aneignung städtischen Raums oder in quasidokumentarischen Szenen der Hamburger Recht auf Stadt-Bewegung am Werk. Was hat Lefebvres Revolution der Städte aus den 1970er Jahren mit den entsprechenden Medienwechseln bis heute für eine Bedeutung im Hin und Her zwischen künstlerischer und politischer Repräsentation ?” Ulrike Bergermann, zfm

Ihre Interessengemeinschaft NoBNQ

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Heute im Hamburger Abendblatt:

Stadtteil St. Pauli
Kampagne:  Die Stadt, in der wir kleben wollen.

Mit einer aufsehenerregenden Plakatkampagne kämpfen Künstler und Bewohner St. Paulis gegen zu hohe Mieten und Verdrängung

NoBNQ – die Kampagne:

Plakataktion-NoBNQ

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NoBNQ goes HIGH ART

Dienstag, April 12th, 2011

Zusammen mit dem St. Pauli Museum im Rahmen der Langen Nacht der Museen zeigt sich NoBNQ von seiner souvenirhaftesten Seite:

am 16. April von 22 bis 2 Uhr

in der Bernhardt-Nocht-Straße

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“Aufwertung” : April 2011

Dienstag, April 12th, 2011

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Erichstraße mit Pension Flehmig -  im Hintergrund Bernhard-Nocht-Straße

Blick von Erichstraße auf Bernhard-Nocht-Straße48_550