RECHT AUF STADT. DIE PARADE

Ort: Moorweide (gegenüber Dammtorbahnhof)
Auftakt: 16:30 Uhr | Start der Parade: 17:00 Uhr

Der Aufruf als PDF zum Runterladen und Weiterschicken.
RAS_die_Parade

Gegen ein Unternehmen Hamburg!
Für eine grundsätzlich andere – soziale und gerechte – Stadt

RECHT AUF STADT.
DIE PARADE

Wir sind wütend – und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir beobachten, wie Gebäude leer stehen, während Parks und Grünflächen für neue Bürokomplexe zubetoniert werden. Wir kennen die Tücken des Wohnungsmarktes und erfahren, dass es immer weniger Sozialwohnungen in Hamburg gibt. Wir sehen, dass teure Prestigeobjekte am Hafenrand wachsen und luxuriöse Eigentumswohnungen in den als besonders attraktiv geltenden Vierteln gebaut werden. Wir sind Zeugen steigender Mieten und verfolgen, wie lang ansässige Familien und Gewerbe verdrängt, Kettengastronomien aufgezogen, Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt und öffentliche und kulturelle Räume beschnitten werden. Schon jetzt müssen viele Menschen ihren Stadtteil verlassen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Deshalb gehen wir auf die Barrikaden gegen die Privatisierung von Stadt und gegen eine Politik, die allein auf die Rendite schielt und unbeirrt weitere prestigeträchtige Großprojekte an Land ziehen will. Wir wollen keine Stadt, die als Unternehmen profitabel am Markt positioniert wird.

Hamburgs Leitbilder der unternehmerischen und wachsenden Stadt – egal ob mit oder ohne Weitsicht – sind nicht die unsrigen. Wir nehmen nicht länger hin, dass der Senat unsere Bedürfnisse und Lebensqualität dem Standortmarketing und dem Wirtschaftswachstum kategorisch unterordnet. Die Unsummen, die die Stadt derzeit z.B. in die HSH-Nordbank, die Elbphilharmonie und die U4 pumpt, holt sie sich über Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich wieder. Auf der Strecke bleiben alle, die nicht ins Bild eines prestigepolierten Hamburgs passen. Wir stellen die soziale Frage und sagen:

Die Stadt gehört allen, und die Stadt muss für alle bezahlbar sein!

Wir wollen über Wünsche reden: In was für einer Stadt möchten wir eigentlich leben? Wer entscheidet, was gebaut wird, wie wir uns fortbewegen und wer sich wo aufhalten darf? Wie hoch dürfen die Mieten sein? Wie umweltfreundlich ist diese Stadt? Und wie kinderfreundlich? Wie wird die Energie gewonnen, die in der Stadt verbraucht wird? Diese und viele andere Fragen müssen wir stellen. Was uns eint, ist die Forderung nach einem Recht auf Stadt für alle!

Deshalb demonstrieren wir, besetzen Häuser und Plätze, feiern Straßenfeste, spielen Benefiz-Konzerte, tanzen Walzer, schreiben Briefe, stören Sitzungen, gründen Initiativen und organisieren Vernetzungstreffen. Wir sammeln uns, tauschen uns aus, bündeln unsere Kräfte und nehmen uns das „Recht auf Stadt“. Wir sind es, die entscheiden, wie wir leben wollen, und nicht die Politik, Stadtplanung oder die Wirtschaft.

Daher lassen wir uns nicht vom schwarz-grünen Senat besänftigen, mit ein paar Ateliers hier und ein wenig wohldosierter Großzügigkeit da. Wir wissen, dass die Politik weiter munter mit Investoren verhandelt, Autobahnen nicht nur in Wilhelmsburg plant, Parks verbaut und Trassen für Kohlekraftwerke durchdrückt. Den Parteien und PolitikerInnen, die sich plötzlich an unsere Seite stellen und glauben, in unserem Namen sprechen zu können, sagen wir: Wir verzichten auf politische ‘Geschenke’, die lediglich darauf abzielen, uns ruhig zu stellen. Was wir wollen, ist eine grundsätzlich andere – eine soziale, gerechte und demokratische – Stadt!

Viele Menschen in Hamburg stellen sich bereits diese Fragen und werden aktiv. Wir sind viele und es werden täglich mehr. Reiht euch ein, bringt eure Nachbarinnen und Nachbarn mit. Seid dabei, wenn wir bei der ‘Recht auf Stadt’-Parade unseren vielfältigen Protest auf die Straße tragen. Wir bleiben unkalkulier- und unplanbar!

Unterzeichnende:
AKU – Arbeitskreis Umstrukturierung WilhelmsburgAltes Zollhäuschen hinterm ElbtunnelApfelbaum braucht WurzelraumCentro SocialeEinwohnerverein St. GeorgElbtreppenhäuserEs regnet KaviarFrappant e.V. |Gartenkunstnetz e.V.Grünzug AltonaHände weg vom IsebekKein IKEA in Altona BürgerinitiativeKomm in die Gänge!LOMUMieter helfen Mietern Hamburger Mieterverein e.V.Mietshäuser Syndikat HHMoorburgtrasse stoppenNot In Our Name, Marke HamburgNo BNQ!Pferdemarkt bleibt! InitiativeRote FloraSKAM e.V.VillenbrechenVorwerkstiftWasserturm-Ini |We make the City | Wohnprojekt Bahnhofstr. e.V. | Wohnprojekt Inter-Pares | Wohnprojekt Omaba

Weitere Infos unter: www.rechtaufstadt.net


Berichte rund um die “Recht-auf-Stadt-Parade”

Inhalt:
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1) Pressemitteilung des RaS-Netzwerks
2) Zeitungsartikel
3) Fernsehberichte
4) Indymedia-Artikel
5) Blogs
6) Videos
7) Fotos
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1) Pressemitteilung des RaS-Netzwerks
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PRESSEINFORMATION 18. Dezember 2009

Netzwerk Recht auf Stadt
Selbstbewusste Parade: Mehr als 4.000 Menschen
demonstrieren in Hamburg für ein Recht auf Stadt

Mit mehr als viertausend Menschen und zahlreichen aufwändig geschmückten
Wagen startete heute am frühen Abend die Recht-auf-Stadt-Parade an der
Moorweide. Nachdem das Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht
der Argumentation der Polizei gefolgt waren und dem bunten Umzug den Weg
durch die Innenstadt verwehrt hatten, sah sich die Demonstrationsleitung
gezwungen, die Route zu ändern. “Zum Recht auf Stadt gehört auch, an
zentralen Orten sichtbar zu sein und vernehmbar einzufordern, dass die
Bewohner dieser Stadt mehr als bisher an Entscheidungen beteiligt
werden. Dieses Anliegen auf menschenleere Straßen abzudrängen zeigt, wie
wenig sich der Senat um die Wünsche derjenigen schert, die in dieser
Stadt leben,” sagt Steffen Jörg von der Demoleitung. Die Parade nahm
deshalb eine selbstgewählte Route durch St. Pauli zum Frappant in der
Großen Bergstraße.

Das noch junge Netzwerk Recht auf Stadt hat tausende von Menschen
mobilisiert, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihren Zorn auf die
städtische Politik phantasievoll und friedlich auf die Straße gebracht
haben. “Dies ist erst der Anfang. Was in kleinen Schritten begonnen hat,
geht im nächsten Jahr weiter: Initiativen werden sich vielfältig den
städtischen Raum aneignen und dem Ausverkauf der Stadt weiter entgegen
treten”, kündigt Nicole Vrenegor, Aktivistin aus dem Netzwerk Recht auf
Stadt, an.

Ein wichtiges Aktionsfeld wird der Kampf gegen Mietsteigerungen sein.
Bereits am Donnerstag hatte sich die AG Mieten und Wohnen aus dem
Netzwerk mit einem Offenen Brief an Bausenatorin Anja Hajduk gewandt und
sie aufgefordert, ihren Einfluss auf die SAGA geltend zu machen. Das
Unternehmen ist mit 130.000 Wohnungen der größte Vermieter in Hamburg
und hatte erst kürzlich nach der Veröffentlichung des aktuellen
Mietenspiegels Mieterhöhungen verschickt.
www.rechtaufstadt.net

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2) Zeitungsartikel
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*taz _ 17.12.09*
Unheimliches Bündnis
Bei den Auflagen für die gentrifizierungskritische Parade “Recht auf
Stadt” stützt sich das Verwaltungsgericht auf eine geheime
Staatsschutz-Analyse. VON KAI VON APPEN
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/unheimliches-buendnis/

*taz _ 18.12.09*
Recht auf Stadt
In Hamburg wird Stadtentwicklung rein neoliberal gedacht. Dagegen geht
dort heute ein breites Bündnis mit einer Parade auf die Straße. VON NILS
BOEING
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/recht-auf-stadt/

*Hamburger Abendblatt _ 18.12.09*
“Recht auf Stadt” aus dem Zentrum verbannt
Gericht verlagert Demo-Route. Polizei befürchtet Randale. Organisatoren
widersprechen, hoffen auf höhere Instanz.
(siehe Anhang)

*taz _ 19.12.09*
Der Sensen-Beust geht um
Bei der Demo des Bündnisses “Recht auf Stadt” marschierten manche mit
Ole-von-Beust-Masken. Eine Bambule-Gruppe demonstrierte spontan auf der
Reeperbahn. VON KAI VON APPEN UND LENA KAISER
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/1/der-sensen-beust-geht-um/

*Hamburger Abendblatt _ 19.12.09*
Tiefgefrorener Protest
Mehr als 3000 Menschen demonstrierten für “Recht auf Stadt” und gegen
die Baupolitik des Senats. Der Zug endete vor dem Frappant-Gebäude in
Altona.
(siehe Anhang)

*Mopo _ 19.12.09*
3000 demonstrieren in der Innenstadt
Rund 3000 zum Teil bunt verkleidete Demonstranten haben sich am
Freitagnachmittag trotz der Kälte in Hamburg versammelt.
http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20091218/hamburg/politik/3000_demonstrieren_in_der_innenstadt.html

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3) Fernsehberichte
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*Hamburg1-Bericht* (18.12.09)
http://www.hamburg1.de/aktuell/Demonstration_gegen_Yuppisierung-2271.html

*Hamburg-Journal-Bericht* (18.12.09)
http://www3.ndr.de/sendungen/hamburg_journal/videos/hamj3712.html
http://www3.ndr.de/sendungen/hamburg_journal/protest132.html

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4) Indymedia-Artikel
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*Recht auf Stadt Parade in Hamburg* 18.12.’09
3000-5000 Menschen aus diversen Zusammenhängen demonstrierten heute
gegen die Politik des Hamburger Senats. Wie um das Motto” Recht
aufStadt” zu verhöhnen wurde der Parade der Weg durch die Innenstadt
verwehrt. Dies ist natürlich ein unglaublicher Vorgang, wenn man
bedenkt, das die Teilnehmer der Veranstaltung praktisch halb Hamburg
repräsentieren. Was die Parade deutlichst gezeigt hat ist wie viele
verschiedene Gruppen betroffen sind von der unsozialen, unökologischen
und offen korrupten Politik des Hambuger Senats. Der Widerstand geht
durch viele gesellschaftliche Schichten.
[...]
http://de.indymedia.org/2009/12/269420.shtml
und
http://de.indymedia.org/2009/12/269295.shtml

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5)Blogs
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*der Freitag – Community – KatharinaFinke*
Hamburger fordern “Recht auf Stadt”
Die Kälte ist ihnen egal: Mehr als 3.000 Menschen gingen in Hamburg bei
der Demonstrationsparade „Recht auf Stadt” auf die Straße.  Ihr Ziel:
Mehr Mitspracherecht bei der Stadtentwicklung.
[...]
http://www.freitag.de/community/blogs/katharinafinke/hamburger-fordern-recht-auf-stadt-

*Not In Our Name, Marke Hamburg!*
Wie kreativ war das denn!
(inkl. Redebeitrag von NIONHH)
http://nionhh.wordpress.com/2009/12/19/wie-kreativ-war-das-denn/

*Magerfettstufe*
Wir sind nicht mehr länger leise
Da saß ich gerade mitten im Berwerbungsgespräch, ließ den Bewerber
einige Aufgaben bewältigen, als draußen die Musik einsetzte. Erst
kürzlich wurde es am Gänsemarkt schon mal laut.
http://www.magerfettstufe.de/index.php/2009/12/19/wir-sind-nicht-mehr-laenger-leise/

*Schreberspacken*
Bericht und Bilder von der Recht auf Stadt Parade – Demonstration des
Initiativen-Netzwerks am 18.10.
Um es gleich vorweg zu nehmen: die Parade des Initiativen-Netzwerks
“Recht auf Stadt” war super! Trotz bitterster Kälte fanden sich über
4.000 Teilnehmer auf der Moorweide ein, die sich weder von der
aufgeheizten Berichterstattung im Vorwege noch von der für uns
gesperrten Innenstadt abhalten ließen, für Ihr Recht auf Stadt einzutreten.
http://www.schreberspacken.de/artikel/bericht-und-bilder-von-der-recht-auf-stadt-parade-demonstration-des-initiativen-netzwerks-am-1810

*from town to town*
Raum produzieren # Lefèbvre stricken III
Ein Bild einer Machtdemonstration, 18.12.09, nahe Hamburger Gänsemarkt:
Über 3.000 Menschen stehen auf der Straße und sind Teil der
Recht-auf-Stadt-Parade. Die Temperatur: Minus 8 Grad. Es schneit.
http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/
und
http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/

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6)Videos
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http://www.youtube.com/watch?v=y27vjrSMtwY
http://www.youtube.com/watch?v=fYVMzjw1T94
http://www.youtube.com/watch?v=BZNGoIwmrbg&NR=1
http://www.youtube.com/watch?v=glWC_Xev9vc (inkl. Jingle)

Sommer in Hamburg
Recht auf Stadt Parade Video
Bitter kalt war es am Freitag, dem 18. Dezember 2009, an der Moorweide
beim Dammtor in Hamburg. Dennoch fanden sich tausende Bürger zum
Protest-Marsch Recht auf Stadt Parade gegen die Hamburger
Stadtentwicklungspolitik und ihrer unglücklichen Protagonisten.
[...]
http://sommer-in-hamburg.de/recht-auf-stadt-parade-video

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7) Fotos
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http://asb.nadir.org/fotoarchiv/serien/showroll.php?dirpara=20091218
http://www.mopo.de/hamburg/panorama/galerie/index.php?GID=887&key=0
http://transuniversal.net/ras_gal/

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