Archive for Dezember 1st, 2009

Investor will sich Wünsche der Anwohner anhören

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Das Lebensgesetz moderner Städte schlecht verstanden

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Die Recht auf Stadt Bewegung hätte das “Lebensgesetz moderner Städte” nicht verstanden, dräunt es sozialdarwinistisch aus der Feder von Willfried Mayer, (GAL, Ex-Senator für Stadtentwicklung), in einem Gastbeitrag für das Abendblatt. ” Die Auseinandersetzungen um das Gängeviertel, um das Bernhard-Nocht-Quartier in St. Pauli, um die Ikea-Ansiedlung in Altona sind nicht Resultat räumlicher Trennung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Sondern Begleiterscheinungen einer Neubelebung der inneren Stadt.” – “Neubelebung” nennt man also die Gentrifizierung die uns in Form von zugigen “Quartieren” der Marke “Hafenkrone” entgegentritt. Schuld daran ist nach Mayer – na, wer wohl? – die Hafenstrasse. Deren Besetzung hatte nicht etwa zur Folge, dass bis vor wenigen Jahren die Mieten auf St. Pauli niedrig geblieben sind und sich kein Investor an den Kuchen rangetraut hat, sondern: “ein Auslöser ” für den Bau von Investorenarchitektur, weiß Mayer, sei ” z. B. von den Hafenstraßlern geschaffen” worden, und zwar weil “die das alte Quartier verteidigt haben”. Auch die Tatsache, dass die durch zahlreiche Polizeieinsätze und stundenlange Wasserwerferberegnung demolierten Häuser später repariert werden mussten, weiß Mayer argumentativ umzukehren, denn “für ihre eigenen Wohnungen” sind die Ex-Besetzer “in das städtische Sanierungsprogramm eingestiegen” – und das, so Mayer, löst “Schickimickisierung” aus.

Gigantismus in St. Pauli

Dienstag, Dezember 1st, 2009

»In was für einer Stadt wollen wir wohnen?« Diese Frage stellen sich derzeit Bewohner des sogenannten Bernhard-Nocht-Quartiers in St. Pauli. Diese Frage müssen sie sich auch stellen, denn ihr Quartier ist bedroht. Ein Investor, die Von Köhler & von Bargen OHG, plant den teilweisen Abriss historischer Häuser und Neubauten. Diese Pläne, die zunächst hinter verschlossenen Türen verhandelt wurden, sind im Sommer durch eine Indiskretion bekannt geworden. Seitdem protestieren Anwohner gegen die Abriss- und Neubaupläne. Sie befürchten für sich drastische Mietererhöhungen sowie den Bau von Eigentumswohnungen, die sich nur noch Begüterte leisten können. Zudem würde das Viertel, dessen Ursprünge bis in die nach-napoleonische Zeit zurückreichen, in seinem ursprünglichen Charme zerstört werden. Jetzt haben sich Anwohner und Nachbarn selbst Gedanken über ihr Viertel gemacht und dieses Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt. »Wohnen und Arbeiten wachsen immer mehr zusammen – die Arbeit dezentralisiert sich und breitet sich im Raum aus«, heißt es darin. »Soziales, Kultur und Leidenschaften lassen sich kaum noch von Beruflichem trennen.” (…) “Geplant ist zum Beispiel eine Mini-Brauerei, »um die Produktion in den Stadtteil zurückzuholen, unabhängig von globalen Bierkonzernen«. Dieser Punkt spielt an auf die Verlegung und den späteren Abriss der alteingesessenen Bavaria-St.-Pauli-Brauerei (Astra) vor einigen Jahren. Dort, rund 100 Meter vom Bernhard-Nocht-Quartier entfernt, entstand vor zwei, drei Jahren ein gigantischer Komplex mit Bürobauten, einem Hotel und Wohnungen.”

Die Waschküche auf dem Grasdach

Dienstag, Dezember 1st, 2009

“Zwischen Erichstraße und Berhard-Nocht-Straße wollen die Investoren Köhler & von Bargen Wohnhäuser sanieren, teilweise abreißen und neu bauen. Dieses Projekt verschärfe soziale Spannungen und gehe an den Bedürfnissen, Interessen und Potenzialen des Viertels vorbei, kritisieren die Mitglieder der Initiative “No BNQ”. Wie ihre Bedürfnisse und Interessen gelagert sind, machen sie in einem städtebaulichen Gegenkonzept deutlich: Über eine Genossenschaft wollen sie die Gebäude dem “Spekulationsgeschäft” entziehen. Dadurch könnten die Mieten langfristig niedrig gehalten werden – länger als die von Köhler & von Bargen garantierten zehn Jahre. Eine Waschküche auf dem mit Gras bewachsenen Dach, ein mit Glas überdachter Innenhof, ein gemeinschaftlicher Büro- und Lesesaal, ein Kinderladen, ein Versammlungssaal und eine Minibrauerei – viele der Ideen beleben den Geist der 70er-Jahre neu.”

Bernhard Nocht Quartier – Protestler träumen von kleiner Brauerei – No BNQ – Initiatoren stellen eigene Pläne vor

Dienstag, Dezember 1st, 2009

“Eine eigene Brauerei, ein gemeinsamer Waschsalon auf einem der Dächer und viele gemeinschaftlich genutzte Räume…” (…) “und natürlich ganz viel günstigen Wohnraum und den Erhalt der alten Bausubstanz. Diese Pläne wollen die Anwohner in einem öffentlichen Planungsbüro im ehemaligen Erotic-Art-Museum nun konkretisieren und am liebnsten selbst umsetzen.”

Nocht-Quartier: Anwohner legen eigenes Konzept vor

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Die Anwohnerinitiative NoBNQ hat nun einen eigenen Plan, nach dem ihr Quartier gestaltet werden soll. Sie stellte ihn gestern der Öffentlichkeit vor – und sendete damit ein eindeutiges Zeichen an Bezirksamt, Bezirkspolitiker und Investor. (…)

Das Hamburger Immobilienunternehmen Köhler & von Bargen will im Süden St. Paulis 80 Wohnungen renovieren. Unlängst haben die Anwohner erkämpft, dass ihre Mieten zehn Jahre lang nicht steigen. Das Konzept “Bernhard-Nocht-Quartier” gefällt ihnen trotzdem nicht: Sie wollen ein öffentliches Planungsbüro, in dem alle Anwohner mitarbeiten, außerdem Sozialwohnungen, Häuser als Treffpunkt des Austauschs, Kinderladen, Gemeinschaftssäle, einen glasüberdachten Innenhof, begehbare, gemeinsam genutzte Dächer, eine genossenschaftlich geführte Hafenbrauerei. Nach dem Motto: Die Stadt ist unser Produktionsort, und wir entziehen St. Pauli dauerhaft dem Spekulationsmarkt.

Anmerkung von uns: In dem Artikel wird spricht Michael Osterburg davon, dass Köhler & von Bargen eine Baugenehmigung haben.  Eine Baugenehmigung haben Köhler & von Bargen nicht! Die Baugehemigung sollte Thema auf der letzten Bauausschusssitzung am 4.Nov. 2009 sein (http://www.no-bnq.org/2009/10/29/einladung-zur-bauauschusssitzung-4-11-17-30/). Der Tagesordnungspunkt wurde jedoch vertagt (http://www.no-bnq.org/2009/11/05/gute-nachrichten/) und bisher fand noch keine weitere Bauausschusssitzung statt. Hier hat die Presse nicht richtig recherchiert.


Keine utopische Spinnerei

Dienstag, Dezember 1st, 2009

“No BNQ” stellt städtebauliches Gegenkonzept vor “Dauerhaft niedrige Mieten!” fordert Jenny Maruhn im Interview mit taz Hamburg vom 26. November 2009 “Die Wohnungen sollen für immer dem Spekulationsmarkt entzogen werden. Wichtig ist uns auch, dass wir in die Entscheidungsprozesse integriert werden. Ein öffentliches Planungsbüro wäre ein erster Schritt.”

Gegenentwürfe zum "BNQ" der Investoren

Dienstag, Dezember 1st, 2009

No BNQ

Dienstag, Dezember 1st, 2009

SUPRA #2: das heiße, neue Magazin aus dem USP St. Pauli Fanumfeld beschäftigt sich gleich in mehreren Beiträgen mit Gentrfizierung und dem RECHT AUF STADT. In einem gründlich recherchierten Artikel über das Bernhard Nocht Quartier und die Initiative dagegen, No BNQ, heißt es: “Bei Köhler & von Bargen handelt es sich um eine 1995 gegründete Immobilienfirma… Als Referenzobjekte des Unternehmens dienen Loftbauten und Luxuswohnungen in Eppendorf, Winterhude, St. Georg und Altona. Der Großteil der von Köhler & von Bargen präsentierten Vorzeigeobjekte sind in Eigentum übergegangen. Bei einem im Sommer fertiggestellten Projekt in der Billrothstrasse liegen die Verkaufspreise zwischen 3.029 Euro und 3.415 Euro pro Quadratmeter. Die durchschnittliche Kaltmiete der momentan zur Vermietung angebotenen Immobilien aus dem Eigenbestand liegt bei 13,50 Euro. Anhand dieser Zahlen dürfte klar werden, was für ein Objekt in der Bernhard Nocht Straße entstehen wird, sollten die Pläne durchgesetzt werden.” Außerdem in SUPRA “we love centro sociale“, “Häuserkampf 2.0” und ein Interview mit Christoph Schäfer zu Kunst, Politik und Gentrifizierung, Lefebvre und Recht auf Stadt, Zeichnen und Hölderlin, NoBNQ und Park Fiction. SUPRA gibt’s an Orten wie dem St. Pauli Fanladen und man kann das Heft bei Spielen des FC für schlappe, gut investierte 2 Euro 60 kaufen:Reclaim your Viertel! http://www.supra-magazin.net/

Der vollständige Artikel “NOBNQ” als pdf

Der vollständige Artikel “Recht auf Stadt” als pdf

Der vollständige Artikel “Häuserkampf2.0″ als pdf (~1,5mb)

Der Kampf um das Leben in der Stadt Hamburg

Dienstag, Dezember 1st, 2009

“Wir wollten nie jemanden rausschmeißen”, sagt Helmut Köhler. Seine Hände malen Kreise auf den Tisch im Besprechungszimmer der Firma. Köhler schaut ein wenig sauertöpfisch. Natürlich will er Geld verdienen, er ist Geschäftsmann. Er ist ehrlich – “natürlich mussten wir auch lernen” -, und man darf ihm auch die Frage stellen, wem die Stadt gehört: den Bürgern oder den Investoren? Nur eine Antwort erhält man nicht. Denn für Köhler schließt das eine das andere nicht aus. Die Ängste der Anwohner kann er verstehen. Sagt er. Und er kennt auch die Initiativen, die gerade überall in Hamburg gegen verschiedene Projekte kämpfen. Dann erzählt er von Baulücken, “die ja auch geschlossen werden müssen”, und dann verbessert er sich: “geschlossen werden können”. Brachflächen, renovierungsbedürftige Häuser, das sind für Investoren eine Projektionsfläche ihrer Ideen. Köhler sagt, dass es eine interessante Idee sei, dass die Stadt ganze Straßenzüge kauft, “denn das wollen die ja auf St. Pauli: dass die Stadt ihnen das schenkt, damit sie selbst gestalten können”. Das kann er nicht verstehen, “dann geht es ja schon um Ideologie”. ” Der ganze Artikel ist sehr lesenswert und erlaubt einen erschreckenden Blick in die Köpfe von Investoren.

Gemeinsam gegen Gentrifizierung

Dienstag, Dezember 1st, 2009

erster kritischer Artikel in der alternativen Tageszeitung “taz”:

“Überall in Deutschland protestieren Menschen gegen Gentrifizierung. In Hamburg ist der Protest aus der linksradikalen Ecke herausgewachsen. Das kann auch andernorts so kommen.” schreibt Uwe Rada in der taz vom 21.11.2009. “Auf Sankt Pauli bekam eine Bürgerinitiative gegen ein geplantes schickes Wohnquartier in der Bernhard-Nocht-Straße Zulauf – und “Empire Sankt Pauli”, ein Dokumentarfilm über die Gentrifizierung im Armenhaus der reichsten Stadt Deutschlands, beunruhigt sogar die politisch Verantwortlichen. Was ist los in der Stadt der hanseatischen Zurückhaltung und des Understatement? “Es hat sich in den Jahren verdammt viel aufgestaut”, meint Ingrid Breckner, “das drängt jetzt alles nach außen.” Breckner, Professorin für Stadt- und Regionalplanung an der neuen HafenCity Universität, sieht Hamburg an einem Punkt angekommen, an dem die Stadtentwicklungspolitik neu verhandelt wird. “Es gab die alte Kaufmannstradition, nach der sich die Politik möglichst heraushalten sollte aus Geschäften. Doch nun spüren die Hamburger bis ins betuchte Bürgertum hinein, dass ihnen die Dinge aus den Händen gleiten.” (…)

Am Hein-Köllisch-Platz auf Sankt Pauli ist montags Widerstandstag. Im hübsch renovierten Café der Gemeinwesenarbeit treffen sich die Aktivisten der Initiative “No BNQ” und brüten über neuen Aktionen, die dem Investor des geplanten Wohnquartiers das Leben schwer machen sollen. Der hat sich vor einiger Zeit ein ganzes Karree gegenüber der Hafenstraße unter den Nagel gerissen. Wo heute Migranten, Studierende und Künstler wohnen, soll demnächst das Bernhard-Nocht-Quartier entstehen, ein schickes Stück Sankt Pauli, ganz so wie das Brauereiquartier an der Davidstraße. Für Steffen Jörg, einen der Gründer von “No BNQ”, war das Brauereiquartier der Dammbruch für die Gentrifizierung auf Sankt Pauli. (…) Vor dem Quartier Hafenpanorama, Sankt Paulis teuerstem Wohnort, trifft Jörg eine Gruppe von Kommunalpolitikern aus Tel Aviv. “Der Erfolg, den wir mit unseren Aktivitäten haben”, verrät er den Israelis, “erstaunt uns selbst.” Tatsächlich hat der Investor des Bernhard-Nocht-Quartiers den alteingesessenen Mietern inzwischen versprochen, die Mieten zehn Jahre lang stabil zu halten. Proteste gegen Gentrifizierung gibt es in jeder großen Stadt. (…) Aber nirgendwo ist der Protest so weit aus der linken Nische herausgekommen wie in Hamburg. Selbst die Hamburger Medien schreiben inzwischen über den Begriff Gentrification, der der Bundesanwaltschaft vor geraumer Zeit noch als Hinweis für die Zugehörigkeit zur linksradikalen Szene galt.”

St. Paulianer für Neubauprojekt

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Bild-Hamburg erfindet Bürgerinitiative:

Eine “Pro-BNQ-Initiative”, bestehend aus 2 Personen, die nicht verstanden haben, worum es der breit verankerten Nachbarschaftsinitiative NoBNQ geht, hat eine auf Stammtischniveau argumentierende “erste Verlautbarung” herausgegeben: der Text der Investorenarchitekturbefürworter vermischt rechtspopulistische Ansichten, alte Vorurteile und verdrehte Fakten sowie einseitige Informationen von interessierter Seite – der der Investoren Köhler & von Bargen – zu einer rechtspopulistischen Melange. Bei einem von Karin Lang in einer Kneipe anberaumten Pro-Bernhard-Nocht-Quartier-Treffen ist kein sympathisierender Bewohner erschienen. Aber zwei Vertreter der Bild-Zeitung. Flux waren Gäste und Personal zu Mitgliedern einer neuen Bewegung umetikettiert. Auch das Abendblatt verbreitet die Mär von der Fake-Initiative.

Wo Wachstum in der Hansestadt zum Brennpunkt wird

Dienstag, Dezember 1st, 2009

“An vielen Ecken der Stadt brodelt es. Luxussanierungen sorgen für Protest bei Kreativen und alteingesessenen Bewohnern.” Zum Bernhard Noch Quartier heißt es (faktisch in einem Detail nicht ganz korrekt, denn den Investoren geht es nach wie vor um den Neubau von rund 80 Eigentumswohnungen): “Es geht um Wohnraum. Der war über Jahrzehnte relativ billig auf St. Pauli. Doch in nur vier Jahren sind die Mieten in dem Hafenstadtteil um ein Viertel gestiegen. Den Schuldigen haben die Bewohner gefunden: die Stadtteilpolitiker und Investoren, die den Kiez nach ihrem Gusto umbauen wollen. Letztes Beispiel: das geplante Bernhard-Nocht-Quartier im Süden St. Paulis. Dort sollen 78 renovierte Wohnung entstehen – zu entsprechenden Preisen, wie alteingesessenen Mieter befürchteten. Die müssten dann wegziehen: Aufwertung eines Stadtteils nennt man das. Das Interessenbündnis “No BNQ” lief Sturm gegen die Pläne und erschreckte den Investor mit seiner kreativen Kampagne derart, dass er die Zusage gab, die Mieten in den nächsten zehn Jahren nicht zu erhöhen.”

Wem gehört das Gängeviertel?

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Kriegt die taz nochmal so gerade die Kurve?`Nach der meist peinlichen Berichterstattung der lokalen taz-nord gibt es jetzt doch einen umfassenden taz-Bericht über die Vorgänge in der Stadt. Christiane Müller Lobeck schreibt :

“Neben der Angst, die Miete nicht mehr bezahlen zu können, deutet der trotz aller Allianzen subkulturell geprägte Protest rund um das Bernhard-Nocht-Quartier und Gängeviertel mit dem Zaunpfahl auf einen eklatanten Widerspruch der jüngeren Hamburger Standortpolitik. Die orientiert sich am Motto “Wachsende Stadt”, was bis zur Finanzkrise auch bestens gelang, nimmt man das Wachstum von Bevölkerung und Wirtschaft zum Maßstab. Auf die Fahnen geschrieben hat sich Schwarz-Grün aber auch, mit schnarrender Technokraten-Zunge formuliert, ein “Flächenmanagement für Kreative”. Zwischen dem Versprechen und seiner Einlösung steht ein Senat, der sich gründlich verkeilt hat. Für den Imageschaden, den die Koalitionäre schon jetzt zu gewärtigen haben, lässt sich allerdings nicht die Unvereinbarkeit grüner und schwarzer Positionen verantwortlich machen.”

Den Protest ernst nehmen

Dienstag, Dezember 1st, 2009

“Und die beteiligten Behörden? Die eine (Kultur) zeigt Sympathie, die andere (Finanzen) pocht auf den bestehenden Kaufvertrag, die dritte (Bezirk Mitte) will einen runden Tisch einrichten. Gelungenes politisches Management sieht anders aus. Der Senat muss diesen Protest ernst nehmen, denn die Aktion ist eins nicht: ein isoliert zu betrachtender Fall. Gängeviertel, Ikea-Ansiedlung oder Umgestaltung des Bernhard-Nocht-Quartiers – die Zeiten, in denen der Bau von gläsernen Bürotürmen und der Verlust bezahlbaren Wohnraums hingenommen werden, sind offensichtlich vorbei. Gebildet hat sich ein friedlich dagegen arbeitendes Netzwerk, getragen von breiter Zustimmung. Daraus muss Hamburg lernen.”